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Samstag, 14. März 2026

Mehr als nur „Ungeziefer“: Eine Wanze auf Augenhöhe

Eine Wanze auf Augenhöhe (und warum genau hinschauen lohnt)

Kürzlich fand ich beim Spaziergang durch meinen Garten eine tote Wanze. Für die meisten vielleicht ein Moment zum Wegschauen, für mich als Makrofotografen jedoch eine seltene und faszinierende Gelegenheit. Ein unbewegliches Motiv, das nicht wegfliegt, wenn man ihm mit der Kameraausrüstung bis auf wenige Zentimeter auf die Pelle rückt. Ich habe die Chance genutzt, um diesen kleinen Kerl einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen – oder besser gesagt: vor die Linse. 
 
Porträt der Marmorierten Baumwanze

Dienstag, 9. Dezember 2025

Als noch Sommer war

Gerade ist das Wetter ja nicht so der Hit. Eine gute Gelegenheit, mal wieder im eigenen Fotoarchiv zu stöbern. Ich hab ein paar Schmetterlingsbilder aus den letzten Jahren gefunden.


Montag, 7. Juli 2025

Eine Libelle vor ihrem Jungfernflug

Vor dem Abflug

 Ich freue mich immer wieder, wenn eine Großlibelle ihre Zeit als Larve in meinem kleinen Gartenteich erfolgreich hinter sich gebracht hat. Oft zeugt nur noch die leere Hülle -die Exuvie- davon, dass eine Libelle im Teich herangewachsen ist und nun durch die Lüfte fliegt.
Selten erlebe ich es, dass die Libelle noch zum aushärten am Halm einer Pflanze sitzt und ich sie ausgiebig fotografieren kann.
Neulich hatte ich wieder das Glück. In meiner Mittagspause (im Homeoffice) entdeckte ich die Blaugrüne Mosaikjungfer und konnte ein paar Bilder machen.
 

 
 Diese Libellenart ist nicht sehr anspruchsvoll und besiedelt deshalb auch kleine Gewässer, wie meinen nur 500 Liter fassenden kleinen Gartenteich.
 
 Die Bilder habe ich mit meiner OM-System OM-1 und dem genialen OM-System M.Zuiko 90/3.5 Makro gemacht. Bei den meisten gezeigten Bildern handelt es sich um Stack. Um die vier Bilder haben schon ausgereicht. Die Entwicklung in Zerene war aber trotz der geringen Bildanzahl relativ aufwändig. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es windig und deshalb musste ich bei allen Bildern ausgiebig retuschieren.
Aber das Ergebnis ist den Aufwand wert, finde ich.

Samstag, 4. Januar 2025

Extreme Makrofotografie ::: Eine Fliege

Extreme Makrofotografie

Makrofotografie ab einem Abbildungsmaßstab (AM) 1:1 oder darüber hinaus nennt man auch Extreme Makrofotografie. Ein AM 1:1 bedeutet das Motiv wird in Originalgröße auf dem Sensor der Kamera abgebildet. Ich nutze Kameras mit einem Sensor im Format 17x13mm (Four Thirds). Wenn ich ein Objekt in dieser Größe auf dem Sensor in Originalgröße abbilde habe ich einen AM von 1:1. Ein AM 2:1 bedeutet das Motiv wird um 100% vergrößert, etc.
 
Der Kopf einer Fliege im Detail. An der breitesten Stelle ist der Kopf ca. 2mm breit. Das Bild könnte man auch als großes Wandbild drucken lassen. Muss man aber nicht...

 

Sonntag, 9. Juni 2024

Makrobilder aus dem Garten

 Der eigene Garten - ein tolles Makrorevier

 

Hier sind mal wieder einige Makroaufnahmen aus dem Garten. Aufgenommen mit dem OM-System M.Zuiko 90/3.5 Makroobjektiv. Bei fast allen Bildern habe ich ein Stativ benutzt.

 

Eine Regenbremse. Aufgrund der auseianderliegenden Augen leicht als Weibchen zu erkennen.

Manche Bilder sind gestackt. Entweder stammen die fertigen Stacks aus der Olympus OMD-M 1 MkII oder ich habe sie mit Zerene entwickelt. 
 
Unseren Garten haben wir relativ naturnah eingerichtet. Von daher finde ich dort bei jeder Fotosession immer spannende Makromotive. Wer die Chance hat kann mit der Einrichtung einer zumindest naturnahen Ecke im Garten viele verschiedene Insekten anlocken.
 

Sonntag, 19. Mai 2024

Frisch geschlüpft ::: Eine Plattbauch-Libelle

Ein Plattbauch im Gartenteich

Darüber habe ich mich sehr gefreut; neben vielen kleinen Libellen ist aus meinem kleinen Gartenteich endlich auch mal eine große Libelle geschlüpft. Ein Plattbauch. Vemutlich ein Weibchen.Sehr dekorativ saß sie zum aushärten an einem Halm. Die Exuvie daneben.

 

Wie fotografieren?

Die schöne Segellibelle saß an einem Halm und ich musste sie über den kleinen Teich hinweg fotografieren. Mein 90mm makro ist dazu zu kurz. Deshalb habe ich zuerst das Olympus M.Zuiko 40-150/2.8 an die Olympus EM 1 MkII montiert. Das war schon fast perfekt, aber noch etwas zu kurz. Deshalb habe ich auch noch das Olympus 300/4 genutzt. Das war dann einen Tacken zu lang, aber zwang mich zu (hoffentlich) interessanten Ausschnitten.
Selbstverständlich habe ich ein Stativ genutzt. Um Verwacklungen zu vermeiden ist bei diesen langen Brennweiten ein Fernauslöser oder der Selbstauslöser nötig. Schwingungsarm ist auch das Auslösen über den Touchbildschirm. Da eine leichte Berührung ausreicht, kommt es kaum zu Erschütterungen. In Kombi mit den Selbstauslöser sicherlich das Mittel der Wahl.
 
Damit das ganze Tier scharf auf den Bildern wird und idealerweise auch die Exuvie nutze ich die Stackingfunktion.
 

Fokusstacking Out of Cam vs. Zerene

Weil ich ein Preset zum Freihandstacken in der Olympus mit 10 Bildern eingestellt habe, bestehen die Bilder aus 10 Einzelbilden. Ich hatte nicht daran gedacht, die Einstellung zu ändern. Passte für die Libelle aber sehr gut. Die meisten Olympus bzw. OM-System Kameras können ja bis zu 15 Bilder eines Stacks direkt in der Kamera verarbeiten und daraus ein fertigen JPG generieren. Zusätzlich habe ich die Bilder der Stacks aber auch noch mal mit Zerene Stacker entwickelt. Die fertigen Bilder habe ich dann verglich und war doch einigermaßen überrascht, dass die OoC- Bilder fast genauso detailreich waren, wie die mit Zerene angefertigten. Nur in der 100%-Ansicht ist zu erkennen, dass die Zerene-Bilder etwas feiner auflösen. Erkennbar an den feinen Härchen am Rücken der Libelle. Außerdem hat das Zerene-Bild etwas weniger Artefakte. Wenn es nicht so drauf ankommt, sind die Stacks aus der Kamera also durchaus sehr schön. Außerdem sind die Bilder Sekunden nach dem Auslöser fertig. Das Bearbeiten am PC nimmt inkl. Retusche doch einige Zeit in Anspruch.
 

 Die Bilder der Großlibelle

 Viele Perspektiven waren nicht möglich. Und näher ran ging auch nicht. Es war auch schon relativ spät. Aber das sind bis jetzt meine besten Bilder einer Libellen. Erst die Polarlichter und nun die Libelle. Bis jetzt war der Mai ein sehr guter Fotomonat :-)

Sonntag, 14. Januar 2024

Bilder der Grünen Stinkwanze

In unserem alten Gewächshaus hatte ich vor einiger Zeit eine grüne Stinkwanze gefunden. Ich habe sie dort in einem Plastiktopf liegen gelassen und mir vorgenommen, die Wanze mal zu fotografieren. Vermutlich ist das Tier gestorben und nicht in der Winterstarre oder so.

 

Eine grüne Stinkwanze

Samstag, 18. November 2023

Extreme Makros ::: Einblicke in eine verborgene Welt

Es wird wieder kühl und nass

und früh dunkel. Draußen lohnt es sich immer weniger auf die Jagd nach fotogenen Insekten zu gehen.
Außerdem zwingt mich eine kleine Erkältung daheim zu bleiben.
 
Also habe ich mich nach längerer Pause mal wieder am Fokusstacking und größeren Abbildungsmaßstäben versucht.
 
Ein verstorbener Buchsbaumzünsler und eine ebenfalls verstorbene Fliege dienten als Motiv. Beide nicht mehr taufrisch. Aber ich bin trotzdem fasziniert von den Details, die die Makrofotografie sichtbar macht.
 
Entstanden sind die Bilder an einem Nachmittag in meinem Heimstudio; eine Spanplatte auch zwei Holzböcken. Auf die Platte habe ich zwei Halterungen montiert. Eine für die Kamera auf einem Einstellschlitten und eine, die den Motivhalter trägt. Hier ein Bild aus einem älteren Post:



Im Laufe der Zeit hat sich bei mir einiges an Zubehör angesammelt. Davon konnte ich nun einige Teile verbauen. Was auf jeden Fall praktisch ist Knetgummi und Insektennadeln. Außerdem eine Auswahl an Pinzetten um die Objekte überhaupt zu platzieren. Den Objektträger kann ich  horizontal und vertikal mit Einstellschlitten bewegen.
Herzstück ist natürlich das Objektiv. Das OM-System 90mm f/3.5 Makroobjektiv. Das Teil begeistert mich noch immer...
 
Bei den gezeigten Bildern kam bei den großen Abbildungsmaßstäben auch noch der 2-fach Telekonverter MC-20 zum Einsatz. Zusammengerechnet hat die Einzelbilder Zerene-Stacker. Mit dem Programm habe ich auch die Retusche durchgeführt. Die Bilder sind übrigens nicht beschnitten. Natürlich verkleinert für den Blog. 

Und nun wünsche ich allen Betrachtern faszinierende Einblicke in eine verborgene Welt.

Donnerstag, 24. August 2023

Kartoffelkäfer - hübsch, aber unbeliebt

 Der Kartoffelkäfer..

...ist schon vor langer Zeit aus Zentralmexiko nach Europa eingewandert
In meiner Gegend tritt er aktuell massenhaft auf. Eine Kartoffelpflanze ist schnell von den hübschen Käfern aufgefressen. Leider )-:
 
Wie auch immer; die Streifen stehen den Käfern gut und sie geben ein gutes Fotomotiv ab.
 
Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata – etwa: „Zehnstreifen-Leichtfuß“)
Kartoffelkäfer auf Kartoffelblatt

 
 
Ich habe einige befallene Blätter inkl. Stengel von einer befallenen Pflanze abgekniffen und auf dem Rand eines Hochbeetes platziert. Die Käfer sind relativ träge und haben eine Fluchtdistanz von 0. Mal bewegen sie sich und dann verharren sie wieder für längere Zeit. Also gute Motive.
Es blieb genug Zeit um vom Stativ aus sogar einige Bildfolgen für einen Stack aufzunehmen.  Hier nun die Ergebnisse des Shootings mit den gestreiften Käfern.

Freitag, 7. April 2023

Fokusstacking ::: Eine Wespe

Wespe im Porträt

Heute zeige ich einen Stackingversuch mit einer Wespe. 

Zum Einsatz kam meine Olympus OM-D M2 mit dem OM-System 90/3.5 Makro. Bei einigen Bildern hatte ich den Telekonverter MC-20 montiert um einen größeren Abbildungsmaßstab zu erreichen. Ein Bild kommt direkt aus der Kamera. Die anderen hat Zerene Stacker zusammengesetzt. Die Anzahl der Einzelbilder pro Stack variiert zwischen 15 und 114 Bildern. Mittlerweile hat sich eine Schrittweite von 3 für mich als universell einsetzbar herausgestellt. Aber natürlich ist das nicht in Stein gemeißelt.

Am optimalen Licht muss ich aber noch arbeiten. Das gefällt mir noch nicht.

Nach meiner bisherigen Erfahrung ist es besser sehr knapp zu belichten und dann noch mal etwas weniger...

Die Wespe war übrigens in der Regentonne ertrunken..

 

Die Bilder sind praktisch unbeschnitten. Manche habe ich nur auf das Format 3:2 gebracht.

 

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Das Bild besteht aus 114 Einzelbildern. Zusammengefügt mit Zerene Stacker

Extreme Makroaufnahme eines Wespenkopfes
90 Einzelbilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
83 Bilder wurden zu einem zusammengesetzt

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Für dieses Bild einer Wespe hat die OMD 74 Bilder produziert

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Nur 36 Bilder.

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Kleinerer Abbildungsmaßstab; 29 Einezlbilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Von der Seite werden weniger Bilder benötigt: 31

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
30 Bilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Fokusstack aus der Olympus; maximal 15 Bilder sind möglich. Hierzu habe ich auch noch die EXIF-Daten: 180mm, f/11


Das OM-System 90mm/f3.5 Macro eröffnet tatsächlich ganz neue Möglichkeiten.

Das ist ech ein "Wow"-Produkt..

 

     

Sonntag, 19. März 2023

Makrofotografie ::: Bilder mit dem 90/3.5 Makro von OM-System

M.Zuiko ED 90mm F3.5 Macro IS PRO OM-System

Auch Outdoor macht das neue Makroobjektiv von OM-System einen prima Job.
Besonders die Möglichkeit im Abbildungsmaßstab 2:1 Stacks "out of Cam" zu produzieren, erweitern das Potential des Pro-Objektives enorm. Ohne Stack ist der scharfe Bereich doch etwas knapp. Mit der Funktion des Focus-Stacking auf Knopfdruck aus der Kamera ist der große AM aber sehr gut nutzbar und das Bild steht ohne großen Aufwand zur Verfügung. Diese Funktion in den Olympus (bzw. OM-System) Kameras war schon bisher ein Game Changer in der Makrofotografie. Die neue Linse setzt noch mal einen oben drauf.

Die Bilder habe ich vor einigen Tagen gemacht. Es sind nur leicht nachbearbeitete JPGs aus der Kamera. Die Bilder sind nicht beschnitten.

Natur-Makroaufnahme mit dem M.ZUIKO ED 90mm F3.5 Makro
Das Bokeh ist cremig zart

Auch dafür ist der Autofokus schnell genug




Durch die eingebaute Fokus-Stacking Funktion bei Olympus ist der große AM gut nutzbar


Die winzigen Pollen sind gut erkennbar.

Hummel mit Milben.

Die Hummel ist durchnässt und klammert sich an einem Blütenblatt fest


 Und hier das verwendete Setup:

Die Stativschelle des Olympus 40-150/2.8 passt perfekt


Sonntag, 12. März 2023

OM-System M.Zuiko Digital ED 90mm F3.5 Macro IS Pro ::: Extreme Makros

 Juchu - endlich ist es da 😀

Das auch von mir lang erwartete Telemakroobjektiv von OIympus, ich meine natürlich OM-System ist endlich nicht mehr ein Wunsch, sondern ist Bestandteil meiner Kamerausrüstung.
 
Bestellt hatte ich es am Tag der Veröffentlichung am 08.02.23 und am vergangenen Donnerstag habe ich es dann bekommen.
 
Edelteil schlicht verpackt

 
 

Montag, 6. März 2023

Focusstacking ::: Ein Nachtfalter

Ein Nachtfalter

hatte sich am Samstag als blinder Passagier auf einem Eierkarton in unser Haus gemogelt.

Das schon etwas abgeflogene Tier bot natürlich die Chance mal wieder einen Stack anzufertigen. Das haarige Tierchen lebte noch, aber blieb auch dann noch bewegungslos auf der Pappe sitzen, als ich es auf meinen Aufnahmetisch verfrachtete.

Erst nachdem ich die Fotos auf der SD-Karte hatte wurde der Falter munter und natürlich von mir auch frei gelassen.

Die einzelnen Bilder habe ich mit meiner Olympus OM-D M 1 Mk II und dem M.Zuiko 60/2.8 angefertigt. Eine Raynox 150 hatte ich auch noch bei einer Pose montiert.

Gestackt mit Zerene. Mittlerweile habe ich die Lizenz für die Software gekauft.

Ich wandle übrigens die RAW-Dateien in 16 Bit TIFF Dateien um lasse diese TIFF`s von Zerene verarbeiten. Ich hatte auch schon mal wesentlich kleinere JPG`s genommen. Von der Verarbeitungsgeschwindigkeit her konnte ich aber keinen signifikanten Vorteil erkennen. 

Makrofoto eines Nachtfalters
Stack aus 35 Bildern - unbeschnitten

Stack aus 67 Bildern - ca. um 20% beschnitten. Oben war nur grüner Karton.

Die Bilder habe ich jeweils um 90° gedreht.

Samstag, 14. Januar 2023

Stacking: Vergleich Zerene und Olympus

Ausreichende Schärfentiefe..

...fehlt mir in der Makrofotografie eigentlich immer. 
 
Jeder Fotograf der Makros fotografiert kennt das Problem: Je höher der Abbildungsmaßstab und je länger die Brennweite, um so knapper ist der im Bild scharf abgebildete Bereich. Auch das Erweitern des akzeptabel scharfen Bereiches durch abblenden hilft nur bedingt weiter.
 
Makroaufnahme einer toten Fliege
Makroaufnahme aus mehren Bildern zusammengesetzt

 
 
Die Lösung ist die Kombination von mehreren Bildern bei denen der scharfe Bereich leicht versetzt ist, zu einem Bild mit einem großen .Schärfebereich. Das wird dann Fokus-Stacking genannt oder kurz "stacken".
 
Olympus bzw. OM System bietet in vielen Kameras  schon seit Jahren dazu eine hilfreiche Funktion:
 
Der "Stack" wird automatisiert durch die Kamera aufgenommen. Das heißt dann "Focus-Bracketing".  Dabei wandert der Schärfebereich von Bild zu Bild durch das Motiv. Mit einer speziellen Software werden die Bilder dann am PC zusammen gerechnet. Dabei können bis zu 999 Bilder aufgenommen werden.
Es geht aber noch besser: "Focus-Stacking"! Ist die Funktion aktiviert berechnet die Olympus-Kamera das fertige Bild bereits in der Kamera. Allerdings sind dann nur max. 15 Einzelbilder möglich. Für mich war das damals bei der Einführung ein "GameChanger" für meine Fotografie.
Mittlerweile bieten auch andere Hersteller eine ähnliche Funktion an.
 
 
In diesem Post möchte ich einen kleinen Vergleich zeigen:

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Weberknecht

Heute gibt es nur ein Bild. Einen Weberknecht fotografiert mit der Olympus OM-D EM 1 MkII und dem m.Zuiko 60/2.8 Makro, einem Stativ und einem Einstellschlitten.

Es handelt sich um einen Stack, den die Kamera bereits zu einem Bild zusammengerechnet hat (Focus Stacking). Das Bild habe ich in AfterShot Pro noch nachbearbeitet, aber nicht beschnitten. Der Abbildungmaßstab müsste etwa bei 1:1 liegen.

Hier noch ein paar Daten: 15 Einzelbilder, 60mm, 1/30s, ISO 500, f/5

Ich glaube die Schrittweite lag bei 3.

 

Weberknecht
Weberknecht an einem Holzpfahl

 

 

 


Donnerstag, 11. August 2022

Makrofotografie mit Olympus ::: Insekten im Garten

Am Sonntag habe ich mir meine Olympus OM-D M1 II mit angesetzten M.Zuiko 60/2.8 Makro geschnappt und habe Insekten in unserem Garten fotografiert. Freihand und ohne Blitz. Etwas Wind wehte auch. 

Deshalb fehlt auch das letzt Quentchen Schärfe. Aber als kleine Impression gefallen mir die Bilder. Und euch?


Montag, 16. August 2021

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina) im Detail

 Larve der Grünen Stinkwanze

leben auf meiner Wildblumenwiese. Meistens sehe ich sie sie auf den Blättern der kleinen Sonnenblumen. Sie stzen oft in  einer Gruppe von bis zu fünf Tieren zusammen. Wanzen haben normalerweise eine sehr geringe Fluchdistanz und bewegen sich eher selten.

Larven der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)
Larven der Grünen Stinkwanze

 

Also ein sehr geeignetes Motiv für die Makrofotografie. Vor allem auch wenn Stacks angefertigt werden sollen. Das klappt mit eher statischen Motiven prinzipiell besser als mit bewegten Motiven. Logisch.

Stacks out of Cam

Meine Olympus OM-D E-M 1 Mk II ist sogar in der Fotostacks direkt in der Kamera anzufertigen. Das funktioniert mit bis zu 15 Bildern. Die Qualität ist überraschend gut.

Ich habe bei meiner OM-D übrigens eine Schrittweite von Drei eingestellt. Meistens nutze ich dann eine Blende zwischen 5,6 und 8. Fokussiert wird in der Regel manuell und auch Blende und Belichtungszeit stelle ich selber ein. 

Gerne setzt ich auch den Zangenblitz STF-8 von Olympus ein. Natürliches Licht ist leider oft Mangelware oder das Sonnenlicht sorgt für ausgefressene Lichter.

Bei den folgenden Bildern kam außer der Kamera und dem Blitz noch das M.Zuiko 60/2.8 Makroobjektiv zum Einsatz. Montiert auf einem Einstellschlitten befestigt auf Kugelkopf auf einem Stativ von Uni-Loc. Das Uniloc exakt einzurichten ist schon ein Geduldsspiel. Im eigenen Garten ist das dann aber doch sehr bequem😉

Fast vergessen: Ein Abschatter und ein Kabelfernauslöser hatte ich auch noch genutzt.

Die Bilder sind teilweise gestackt aus der Kamera.

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)

Larve der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)




Sonntag, 25. Juli 2021

Eine Springspinne

Eine Springspinne

ist ein spannendes Tierchen. Sie halten sich oft auf glatten Oberfächen, wie Holz, Metall oder Backsteinen auf und sind gut zu beobachten. Allerding sind sie oft nur wenige Millimeter klein und leicht zu übersehen.
 
Eine Springspinne schaut in die Kamera
Schau mir in die Augen...

 
 

Sonntag, 23. August 2020

Makrofotografie ::: Grüne Fliege mit roten Augen mit Olympus STF-8 Zangenblitz

 Grüne Fliegen mit roten Augen..

...sehen durch das Makroobjektiv schon spannend aus. Außerdem sind sie häufig und relativ träge. Damit eignen sie sich gut für die Makrofotografie.
In der Wohnung mag ich sie allerdings nicht haben.

Das Exemplar in diesem Beitrag saß an der Hauswand und war sehr entspannt. Ich konnte mit dem Olympus M.Zuiko ED 60mm F2.8 Macro plus Zwischenring sehr nah an das Insekt ran. Bis an die Naheinstellgrenze.
Die Beleuchtung stammt vom Olympus STF-8 Zangenblitz.
 
Makroaufnamhme einer Fliege
 

Olympus STF-8 Zangenblitz

Den Olympus Zangenblitz habe ich vor ein paar Wochen gekauft. Er ersetzt Metz-Makroblitz .

Der Blitz kostet zwar eine Stange Geld, aber ich bin mit der Anschaffung zufrieden.

Olympus STF-8 Zangenblitz
Olympus STF-8 Zangenblitz (Bild: Olympus)

Ich nutze ihn meistens zusammen mit dem M.Zuiko ED 60mm 2.8 Macro. Oft noch in Kombination mit einem Zwischenring.
Im Gegensatz zum Metz Makroblitz schließt der Olympus STF-8 mit der Vorderkante des Objektives ab. Deshalb kann ich dann sehr nah an das Motiv dran.
Mit dem Metzt war das nicht möglich (s. Bild hier).
Olympus liefert für jeden der beiden Blitze eine Diffusor mit. Das führt im absoluten Nahbereich (ABM 1:1 oder größer) zu einem relativ weichen Licht. Das liegt daran das die Leuchtfläche durch die Nähe zum Motiv relativ groß ist.
Außerdem lassen sich die Blitze auf dem Ring frei verschieben. 
Gute Ergebnisse erziele ich, wenn ich die Blende und Zeit manuell einstelle und der Blitz im TTL-Modus arbeitet. 
Die Blitzbelichtungskorrektur regel ich an der Kamera. Das geht zwar auch am Steuergerät des Blitzes, aber über die Kamera sind die Schritte feiner einstellbar.
Die Montage an das Objektiv gelingt mir mittlerweile flott. Obwohl die Blitzeinheit relativ klein und kompakt ist, macht sie aber einen ausreichend robusten Eindruck.
Insgesamt ist die Beleuchtung in der Makrofotografie eine große Herausforderung.
Jedenfalls wenn die Motive lebendig sind und aktiv. 

Sonntag, 24. Mai 2020

Makrofotografie ::: Insekten und Spinnen im Wald

Insektenmakros...

habe ich in den letzten Jahren nur noch wenige gemacht. Ab und zu mal ein paar Schmetterlinge und eher zufällig auch mal eine Fliege oder so. In diesem Jahr wurde meine Begeisterung für die Krabbeltiere aber wieder erweckt. Inspiriert durch viele Bilder in Zeitschriften, aber besonders durch die Fotografien von Frank Rückert und Alexander Mett.
Mit ihren Bildern legen beide Fotografen die Meßlatte sehr hoch. Aber man muss ja Ziele haben..

Der Kopf einer Fliege
Eine Fliege, Metz, Sigma, Crop


Techniken und Equipment

Frank fotografiert seine Insektenmakros eher vom Stativ am frühen Morgen, wenn die Tierchen noch in der Kältestarre sind. Alexander nutzt Blitzlicht um die Krabbler tagsüber auf dem Sensor zu bannen.

Da ich kein Frühaufsteher bin, wende ich lieber die Variante mit Blitzlicht an. Mit natürlichem Licht ist es eingentlich nicht möglich die flotten Käfer tagsüber ausreichend scharf zu fotografieren. Vor allem wenn der Abbildungsmaßstab größer als 1:1 ist und ich ohne Stativ fotografiere.

Nach mehreren Versuchen haben sich die folgenden zwei Blitzlichtvarianten für mich als (fast) optimal herausgestellt:

Der Metz mecablitz 15 MS-1 wird in das Frontgewinde des Objektivs geschraubt und kabellos vom Masterblitz de Kamera gesteuert. Das funktioniert sehr zuverläsig und komfortabel. Sogar eine TTL-Steuerung ist möglich.
Im ringförmigen Gehäuse sind zwei sich gegenüberliegenden Blitze eingebaut. Die Blitzstärke ist unabhängig einstellbar. Dadurch kann ein plastische Lichtgestaltung erreicht werden.
Den Blitz habe ich vor fast 10 Jahren gekauft und er funktioniert immer noch tadellos.

Makroblitz an einer Olympus Kamera
Der Metz an einer E-30 und dem Sigma 150/2.8


Über die Suchfunktion im Blog, könnt ihr einige Beiträge über diesen Blitz finden.

Die zweite Variante ist so simpel, dass ich erst jetzt darauf gekommen  bin:
Ein Olympus Systemblitz wird in den Blitzschuh der Kamera gesteckt und das Licht mit Hilfe einer aufblasbaren Softbox auf das Motiv gelenkt.
Den Olympus Blitz FL-36R besitze ich schon seit über 10 Jahren und auch er blitzt noch tadellos.
Die aufblasbare Softbox habe ich auch schon vor neun Jahren gekauft. Damals noch für satte 27,22 EUR. Die Makroqualitäten habe ich erst jetzt entdeckt. Besser spät als nie...
Die Softbox fülle ich nicht prall mit Luft. Dadurch wird sie formbar und das Licht kann direkt vor das Objektiv geleitet werden.
Nachteil ist natürlich, das das Licht nur von oben kommt oder bei Hochformataufnahmen von einer Seite.

Bei beiden Varianten ist das Licht einigermaßen weich, aber es entstehen teilweise überstrahlte Bereiche. Optimal ist das noch nicht, aber mit gefällt es ganz gut.

Beide Blitze harmonisieren übrigens mit der Focus-Bracketing Funktion der Olympus OM-D

An Objektiven habe ich das Sigma 105/2.8 für FourThirds genutzt und die beiden MFT-Makros 60/2.8 und 30/3.5 von Olympus. Das Sigma habe ich mittlerweile aber verkauft. Die beiden Zuikos haben doch ein deutlich besserer Auflösung und der Metz-Blitz passt auch an das 60er Makro.

Um den Abbildungsmaßstab zu erhöhen nutze ich Zwischenringe und/oder die legendäre Nahlinse Raynox DCR-150.

Die Fluchtdistanz der Insekten..

ist übrigens zu vernachlässigen. Die meisten Käfer reagieren eher gelassen auf die Annäherung des Objektives und auch viele Fliegen bleiben cool. Jedenfalls gibt meist es ein Zeitfenster um ein paar Aufnahmen zu machen. Spinnen sind da schon eher schnell weg.

Den Autofokus nutze ich eher selten. Normalerweise stelle ich am Objektiv den gewünschten Abbildungsmaßstab ein und drücke auf den Auslöser, wenn die Augen des Insektes im Sucher scharf erscheinen. Erfahrungsgemäß sind Blendenwerte zwischen 8 und 11 ideal.
da nicht jeder Schuss sitzt nehme ich mehrere Bilder auf und sortiere später am PC.

Ob der Blitz den Insekten nun schadet oder nicht, darüber gibt es im Netz viele Beiträge und Diskussionen. Da möge sich jeder eine eigene Meinung bilden.


Wildlife-Makroaufnahmen mit Olympus OM-D E-M 1, Mecablitz 15 MS-1 und Sigma 105/2.8 Macro


Wildlife-Makrobild einer Spinne
Spinne

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