Sonntag, 10. März 2019

Birding ::: Durch das Ochsenmoor

Das Ochsenmoor und der Dümmer...

...sind ein Hotspot für Vögel und deren Beobachter und ca 75 km von meinem Wohnort entfernt. Ein guter Grund für mich endlich mal hin zu fahren.
Vergangenen Freitag war es dann so weit 😁

Der Dümmer ist ein flacher See, der immerhin 13 qkm groß ist. Die Umgebung ist sehr flach und bis 1953 wurden große Teile der umgebenden Niedermoore reglmäßig überschwemmt. Eine wertvoller Lebensraum für Vogel.
Nach der Eindeichung des Dümmers und der Hunte war damit Schluss.
Die Niedermoore wurden entwässert und für den Ackerbau genutzt.
Seit 1987 werden die Niedermoore aber Wiedervernässt. Ein idealer Lebensraum für Wiesenvögel und andere Vögel wurde geschaffen (Details hier).

Heute ist die Dümmerniederung ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.
Arktische Gänse und viele Enten nutzen das Moorgebiet. Sogar der Seeadler ist heimisch geworden. Und natürlich die Wiesenvögel. Und Störche und, und , und.
Es wurden 280 Vogelarten nachgewiesen und 100 Arten brüten dort..

Informationsquellen für einen Besuch

Folgende Quellen habe ich genutzt, um meinen Ausflug vorzubereiten. Erst mal das Buch "Vögel beobachten in Norddeutschland" (ansehen bei Amazon). Ich habe die Ausgabe von 2010 gebraucht gekauft.
Außerdem war die Webseite: "naturschutzring-duemmer" sehr hilfreich.
Dort werden Routen empfohlen. Ich habe mir zwei herausgesucht und das entsprechende PDF heruntergeladen und ausgedruckt.
Ich habe mich für die Routen drei und zwei entschieden.

Außerdem gibt es noch weitere informative Seiten. Hier ein Auswahl:

duemmer-natur-blog.de

duemmer.de

Naturschutzgebiet Ochsenmoor

Meine Tour durch das Ochsenmoor

Am Freitag war ich nach einer wegen Baustellen verlängerten Anfahrt gegen 10:30 an meinem Startpunkt, der Naturschutzstation, Am Ochsenmoor 52, Hüde).
Zu meiner großen Freude war dort bereits ein erstes Highlight. Ein besetzter Storchenhorst.

Storchenpaar am Rande des Ochsenmoores (Naturschutzstation)
Storchenpaar am Rande des Ochsenmoores (Naturschutzstation)
Dort beginnt auch der Naturlehrpfad der weitgehend identisch ist mit der Route Nummer drei.

Schon nach wenigen Metern sah ich die ersten Gänse auf den Wiesen.

Blässgänse auf der Weide in der Nähe der Naturschutzstation Dümmer
Blässgänse auf der Weide in der Nähe der Naturschutzstation Dümmer

Das fing schon mal gut an. Bald war ich am Aussichtsturm. Dort hielt ich mich länger auf. Vögel, so weit das Auge reicht.

Vom Ochsenmoorturm hat man einen guten Überblick und kann fliegende Gänse auf Augenhöhe fotografieren.
Vom Ochsenmoorturm hat man einen guten Überblick und kann fliegende Gänse auf Augenhöhe fotografieren.
Ein Trupp Blässgänse in der Luft
Ein Trupp Blässgänse in der Luft

Saatgänse und einige Graugänse. Außerdem zwei Brandgänse und fliegende Kiebitze
Saatgänse und einige Graugänse. Außerdem zwei Brandgänse und fliegende Kiebitze

Graugänse im Landeanflug
Graugänse im Landeanflug

Graugans, Kiebitz und vermutlich zwei Uferschnepfen
Graugans, Kiebitz und vermutlich zwei Uferschnepfen

Die Gänse sind aufgeflogen
Die Gänse sind aufgeflogen

Ein Trupp Blässgänse zieht vorbei
Ein Trupp Blässgänse zieht vorbei

Blässgans - Anser albifrons - White-fronted Goose
Blässgans - Anser albifrons - White-fronted Goose

Graugans - Anser anser - Greylag Goose
Graugans - Anser anser - Greylag Goose

Weißwangengans - Branta leucopsis - Barnacle Goose
Weißwangengans - Branta leucopsis - Barnacle Goose

Kiebitz und Krähe im Überschwemmungsgebiet
Kiebitz und Krähe im Überschwemmungsgebiet
Aussicht vom Turm. Gaanz hinten der Polder. Das Ziel von Route Zwei.
Aussicht vom Turm. Gaanz hinten der Polder. Das Ziel von Route Zwei.

Aussicht auf Wasserfläche. Den Weg am rechten Rand bin ich entlang gekommen.Hinter dem Busch auf der linken Seite geht es links ab zur Station.
Aussicht auf Wasserfläche. Den Weg am rechten Rand bin ich entlang gekommen. Hinter dem Busch auf der linken Seite geht es links ab zur Station.
Die Beobachtungsdistanzen sind schon ganz schön groß. Ein Fernglas oder besser ein Spektiv ist schon notwendig, um die Vögel genauer beobachten zu können.
Meine 300mm (mit Konverter 420mm) Brennweite an FourThirds (entspricht bis zu 840mm an Vollformat) reichen für formatfüllende Aufnahmen bei Weitem nicht aus. Aber ich kann ja croppen 😊 Manche Vogelarten habe ich erst am Monitor in der 100%-Ansicht entdeckt.

Weiter ging es dann zur Südbucht des Dümmer. Der Aussichtsturm dort ist relativ weit vom Dümmer entfernt. Die Enten in der Südbucht konnte ich mit den Fernglas nur erahnen. Ich glaub es waren Reiherenten. Weiter ging es auf dem Deich entlang, an einem weiteren Storchenhorst vorbei zurück zur Naturschutzstation.

Bis auf das Stochenpaar (bei der Paarung) gab es wenig zu fotografieren. Gänse waren zwar fast immer zu sehen, aber nicht so gut wie am ersten Beobachtungsturm.

Zwei Graugänse bei der Landung
Zwei Graugänse bei der Landung



Das angestaute Wasser lässt den Ochsenmoorwäldchen absterben.
Das angestaute Wasser lässt den Ochsenmoorwäldchen absterben.
Weiden im Schwemmland. Im Hintergrund der Aussichtsturm am Dümmer.
Weiden im Schwemmland. Im Hintergrund der Aussichtsturm am Dümmer.
Eine Wiesenbegrenzung an einem Wassergraben
Eine Wiesenbegrenzung an einem Wassergraben
 Tafelenten (roter Kopf) ruhen am Ufer eines Teiches
Tafelenten (roter Kopf) ruhen am Ufer eines Teiches
Schnatterenten, Tafelenten, Stockenten und Reiherenten.
Schnatterenten, Tafelenten, Stockenten und Reiherenten.

Am südlichen Ufer des Dümmer
Am südlichen Ufer des Dümmer
Bringt der Klapperstorch bald die Babys?
Bringt der Klapperstorch bald die Babys?



Blässgänse gehen aus dem Wasser
Blässgänse gehen aus dem Wasser
Zurück an der Naturschutzstation fuhr ich zum Startpunkt von Tour Zwei

Zum Ochsenmoorpolder

Am Schäferhof ist der Startpunkt für meine nächste (kurze) Tour. Am Hof gibt es einen Parkplatz für Gäste und nach Überquerung der Huntebrücke einen öffetnlichen Parkplatz.

Schäferhof mit Storchenhorst
Schäferhof mit Storchenhorst

Von dort ging ich los zum Polder. Am Hof ist ein weiterer Storchenhorst. Auf den Wiesen waren wieder große Mengen an Blässgänsen und auch einige Graugänse zu sehen.
Auch zahlreiche Kiebitze saßen in den Wiesen oder führen ihren spektakulären Balzflug auf. Am Polder entlang führt eine schmale Straße. Dort dürfen auch Autos fahren. Ich war der einzige Fußgänger und habe wahrscheinlich alle Vögel in der näheren Umgebung in die Flucht geschlagen...
Mit dem Fernglas konnte ich die Kiebitze und die Gänse aber ganz gut beobachten. Im Polder ist auch eine Lachmöwenkolonie. Die Möwen sind bereits im Prachtkleid. Auch den Großen Brachvogel konnte ich auf einer Wiese entdecken. Seinen charismatischen Ruf hatte ich an diesem Tag schon öfter gehört.

Zwischen den Möwen sind auch noch weitere Enten und Gänse zu entdecken. Aber auch die habe ich erst hinterher am Monitor gesehen.

Lachmöwen im Ochsenmoorpolder. Im Hintergrund die Naturschutzstation.
Lachmöwen im Ochsenmoorpolder. Im Hintergrund die Naturschutzstation.

Ein Trupp Kiebitze im Flug
Ein Trupp Kiebitze im Flug

Kiebitz im Balzflug
Kiebitz im Balzflug

Ein Kiebitz am Rand des Polders
Ein Kiebitz am Rand des Polders

Blässgänse auf einer Weide
Blässgänse auf einer Weide

Auch die Landschaft dort ist fotogen. Das Weitwinkelobjektiv sollte dabei sein.

Sonnenfächer mit dem Olympus ArtFilter "Dramatic Tone"
Sonnenfächer mit dem Olympus ArtFilter "Dramatic Tone"

Regenbogen mit dem Olympus ArtFilter "Pop Art"
Regenbogen mit dem Olympus ArtFilter "Pop Art"

 Links die Wiesen mit den Kiebitzen, dann die Straße, dann der Polder
 Links die Wiesen mit den Kiebitzen, dann die Straße, dann der Polder

Moorniederung
Moorniederung
Der Weg zurück zum Auto brachte ich schnell hinter mich und dann ging es zurück nach Leopoldshöhe.

Ich hatte einen eindrucksvollen tag im Ochsenmoor hinter mit. Sicherlich war es nicht mein letzter Besuch.

Sonntag, 3. März 2019

Vögel fotografieren am Bielefelder Obersee

 Der Obersee in Schildesche

Gestern war ich mal wieder am Obersee, um Vögel zu fotografieren.
Der Obersee ist ein kleiner Stausee (ca 20 ha) im Bielefelder Ortsteil Schildesche.
Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Ein großer Teil der Ufer sind nicht bewachsen und ein asphaltierter, breiter Rundweg lädt zu einer Umrundung des Sees ein. Oft nahe am Ufer, teilweise aber auch ohne Sicht auf den See. Es gibt eine Aussichtsplattform, die sich gut als Standort für Flugaufnahmen eignet. Besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne knapp über dem Horizont ist.

Vögel am Obersee

Im See befinden sich zwei kleine Inseln mit hohen Bäumen. Dort hat sich eine Kormorankolonie angesiedelt. Ob sie auch dort brüten weiß ich nicht. Zur Zeit sind dort ca 30-40 Kormorane.
Ansonsten gibt es dort alle üblichen Verdächtigen an Parkvögeln eigentlich ständig zu beobachten: Stockenten, Blässhühner, Teichrallen, Haubentaucher, Kanadagänse, Graugänse, Graureiher, Schwäne. Außerdem Singvögel, Rabenvögel und auch Greifvögel. Auch Eisvögel soll es dort geben. Entdecken konnte ich aber noch keinen der fliegenden Diamanten.
Direkt am Viadukt gibt es auch Fledermäuse.
Seltener sind Silberreiher am See und  zumindest gestern auch Krickenten und Gänsesäger. Sogar ein Storch flog über meinen Kopf.

Hoher Besucherandrang

Besonders am Wochenende besuchen zahlreiche Menschen den Obersee. Eine entsprechende Infrastruktur ist vorhanden.
Die ständig anwesenden Vögel haben deshalb auch keine große Scheu vor den Menschen und lassen sich gut fotografieren. Die seltenen gefiederten Gäste halten sich eher im Teil des Sees auf, dessen Ufer dicht bewachsen ist. Entsprechend groß ist der Beobachtungsabstand vom gegenüberliegenden Ufer.

Fotoausrüstung für die Vogelfotografie

Im Prinzip reicht ein Smartphone aus um zu ansehnlichen Bildern zu kommen. Viele Vögel haben keine Scheu vor den Menschen.
Um aber manche Verhaltensweisen fotografisch festzuhalten (z.B. Balz, Baden mit anschließenden Flügelschlagen, Flugaufnahmen) oder scheue Arten abzulichten empfehle ich schon reichlich Brennweite, einen guten Autofokus und einen einigermaßen großen Sensor.
Ich selber kommen mit meiner Olympus OM-D EM 1.1 und dem Olympus ED 300mm f4 gut klar. Oft montiere ich noch den Telekonverter Olympus MC-14 dazu.
Damit habe ich immerhin 840mm Brennweite (umgerechnet auf Kleinbild) mit einer größten Blende von 5.6 zur Verfügung. Der sehr gute Bildstabilisator macht ein Stativ nicht zwingend notwendig.
Seit einiger zeit nehme ich auch immer ein Fernglas mit. Mein KOWA SV42-10 (Amazon-Link) kann ich gerade Brillenträgern empfehlen.

Gestern konnte ich immerhin 15 Arten fotografieren. Größtenteils handelt es sich nur um Belegbilder, ohne Anspruch an hohe technische Qualität.


Ein Rorkehlchen sitzt auf einem Ast. Die ersten Knospen an den Ästen sind erschienen.
Rotkehlchen - Erithacus rubecula - European Robin
Ein Rorkehlchen sitzt auf einem Ast. Die ersten Knospen an den Ästen sind erschienen.

Sonntag, 17. Februar 2019

Vogelfotografie ::: Rotkehlchen - Erithacus rubecula - Eurepean Robin

Ein Rotkehlchen im Schnee

Anfang Februar war es noch sehr kalt. Am Bielefelder Obersee versuchte ich mal wieder ein paar Vögel zu fotografieren.
Als ich schon auf dem Weg zum Auto war, sah ich unweit des Weges ein Rotkehlchen im kahlen Geäst eines Busches. Ich hockte mich hin um eine flache Perspektive zu bekommen und machte ein paar Bilder und freute mich darüber das Rotkehlchen aus nur etwa zwei Metern fotografieren zu können. Zu meinem Erstaunen kam der kleine Vogel aber immer näher an mich heran gehüpft.
Sogar so nach, dass es die Naheinstellgrenze des Objektives unterschritt.
Ein sehr schöner Augenblick.
Als dann Spaziergänger näher kamen, flog es davon.

Die Bilder entstanden mit der Olympus OM-D E-M 1.1 und dem Olympus m.Zuiko ED 300/f4 IS Pro (Affiliate-Link) mit ISO 1000 und Belichtungszeiten zwischen 1/80 und einer 1/30 Sekunde Belichtungszeit.
Ein gutes Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Olympus Bildstabilisators.

Ein Rotkehlchen sitzt auf einem Ast

Dienstag, 5. Februar 2019

Mein Fotojahr 2018, 3. Teil

Nun ist es schon Februar und ich blicke immer noch zurück...Das ist jetzt aber der letzte Teil.

Der Oktober

Im Oktober ging es nach Zingst. Eigentlich ja schon Ende September, aber ich packe mal alles in den Oktober.

Zingst ist unter Naturfotografen ein Begriff. Im Frühjahr findet dort ein bedeutendes Umwelt- und Fotofestival statt und auch sonst widmet sich der Ort an der Ostsee der Fotografie.

Ihr könnt dort an zahlreichen Workshops teilnehmen oder eine der zahlreichen Fotoausstellungen besuchen oder Kameras und Objektive leihen und noch viel mehr.

Der Oktober ist Zingst besonders reizvoll wegen des Kranichzuges und der Hirschbrunft.

Wir besuchten die Vogelschutzinsel "Die Kirr". Der Zutritt ist streng reglementiert. Dort konnte ich ein Bild machen, welches nur von dort möglich ist.

Kraniche fliegen über die Vogelschutzinsel Kirr. Im Hintergrund sind Ausflugsschiffe im Zingster Hafen zu sehen.
Kraniche fliegen über die Vogelschutzinsel Kirr. Im Hintergrund sind Ausflugsschiffe im Zingster Hafen zu sehen.

Sonntag, 27. Januar 2019

Mein Fotojahr 2018, 2. Teil

Weiter geht es mit meinem Jahresrückblick

Der Mai

Im Mai waren wieder Insekten unterwegs, die ich mit meinen Makroobjektiven fotografieren konnte. Aber natürlich gab es auch einige Blüten.

Ich hatte mit Aquarellfarbe einen Hintergrund gestaltet und auf dem Balkon davor Gräser und Blüten fotografiert.

Gras vor einem selbst gemalten Hintergrund
Gras vor einem selbst gemalten Hintergrund

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