Mittwoch, 22. Mai 2019

Makrofotografie ::: Im Laubwald

Ab in den Wald..

 ..ging ich am Samstag. Bei Leopoldshöhe gibt es ein kleines Waldstück. Hauptsächlich wachsen dort Buchen und nur wenige Fichten. Der Wald wird zwar bewirtschaftet, aber es gibt dort alte und mächtige Bäume und daneben auch noch ganz jungen Nachwuchs. Auch viel Totholz bleibt dort den "Resteverwertern" der Natur überlassen. Ich fotografiere dort relativ häufig, weil ich zu Fuß in ca. 15 Minuten im Wald bin.

Meine Fotoausrüstung für die Makrofotografie

Dazu hatte ich meine Olympus OM-D E-M 1.1 mit dem m.Zuiko ED 60mm F2.8 Macro. Für den sicheren Stand sollte das Berlebach Mini mit Nivelierung sorgen. Das Berlebach besitze ich schon seit einigen Jahren. Dank der Nivelierung verzichte ich auf einen Stativkopf und montiere meinen Einstellschlitten Castell-Mini von Novoflex. Auch den habe ich schon seit Jahren im Gebrauch. In Workshops habe ich gelernt, einen Kabelfernauslöser zu nutzen. Ich habe einen günstigen aus Fernost.
Für Lichtakzente habe ich eine sehr günstige, flexible Leuchte mit zwei LEDs.
Außerdem noch das kompakte Beleuchtungssystem "Olympus MAL-1 Makro Arm Light" (Affiliate-Link). Das wird direkt an der Kamera angeschlossen. Neuere Olympus Kameras unterstützen das Makro-Licht aber leider nicht mehr.
Einen Blitz ersetzen die kleinen Lichter natürlich nicht, setzen aber Lichtakzente.
Außerdem ergänzen noch eine Schnellwechselklemme und -platte von Mengs die Ausrüstung.
Ein Wanderrucksack und eine dünnes Sitzkissen sorgen für etwas Komfort.

Da kommt dann doch so einiges an an Ausrüstung zusammen. Ich zähle das alles auf, weil ich kürzlich mal gefragt wurde, welcher technischer Aufwand für ein Makrobild nötig sein kann und auch wie lange die eigentlichen Aufnahmen dauern. Die Maiglöckchenbilder hatte ich in etwa 25 Minuten "im Kasten".

Maiglöckchen..

..wachsen dort im Halbschatten am Waldrand. Die Stelle hatte ich schon vor zwei Jahren entdeckt. Aber bisher bin ich nicht dazu gekommen die giftigen Schönheiten zu fotografieren. Das habe ich dann endlich am Samstag machen können und habe damit wieder ein Wunschmotiv im meinem Fotarchiv.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Maiglöckchen (Convallaria majalis). Stack aus acht Bildern, die schon in der Kamera verrechnet wurden.

Dienstag, 14. Mai 2019

Schwanensee ::: Schwan auf dem Obersee

Schwäne am Obersee

Am Samstag war ich am Obersee, um einige Tipps aus dem Workshop in Zingst umzusetzten. Zum Beispiel die Sache mit dem seitlichen Gegenlicht...

Ein Schwan bei der Gefiederpflege
Ein Schwan bei der Gefiederpflege

Die Bilder habe ich von der Aussichtsplattform gemacht. Auf Augenhöhe konnte ich so natürlich nicht fotografieren 😉


Mittwoch, 8. Mai 2019

Vogelfotografie ::: Kormorane bei Brandshagen

Kormorankolonie bei Niederhof

Am Samstag war ich im Rahmen eines Workshops in der Kormorankolonie bei Niederhof in Vorpommern.

Das Licht war nicht ideal zum fotografieren, aber ich möchte euch trotzdem einige Bilder zeigen und auch kurz etwas zu dem Workshop erzählen.

Kormoran sitzt nahe seines Nestes auf einen Ast
Ein Kormoran sitzt nahe seines Nestes
Der relativ kurze Besuch der Kormorankolonie war für mich sehr beeindruckend. Es war auch das erst mal, das ich in so einer Kolonie war. In dem Gebiet gibt es etwa 2000-2700 Kormoran-Brutpaare (je nach Quelle) und auch etwas 250 Graureiher-Brutpaare. Der Geräuschpegel und auch der Geruch ist schon intensiv.

Alle Bilder entstanden mit meiner Olympus OM-D und dem Zuiko 300/f. Übersichtsaufnahmen habe ich nicht gemacht. Das Smartphone heraus zu holen oder gar das Objektiv zu wechseln habe ich mich nicht getraut.
Von oben kamen nicht nur Sonnenstrahlen. Außer Vogelkot fielen auch einmaĺ zwei tote Fische vom Himmel. Echt krass.
Wenn ihr also mal dorthin fahrt, kleidet euch entsprechend.  Auch ein Tuch, um Kamera und Objektiv abzuwischen
ist nicht verkehrt.
Ich wurde jedenfalls oft getroffen. Den anderen Workshopteilnehmern ging es nicht besser.

Zwei Kormorane und ihr Nest
Kleiner Streit?

Workshop mit Mario Müller in Zingst

Anfang mai waren wir für wenige Tage in Zingst. Wie immer auf dem tollen Campingplatz am Freesenbruch.
In dieser Zeit wurde von der Fotoschule Zingst der Workshop "Einstieg in die Wildlife- Fotografie" mit Mario Müller angeboten.
Den buchte ich schon einige Wochen vorher und fragte vorher bei Mario Müller per Mail nach den Details.

Der Workshop findet größtenteils im Max-Hünten-Haus in Zingst statt und dauert von ca. 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Die Fotoexkursion in die Kormorankolonie dauerte etwa eine Stunde plus eine Stunde Fahrt.
Wir waren fünf Teilnehmer. Eigentlich sollten es sieben sein, aber zwei hatten abgesagt.
Mario Müller ist ein Profifotograf und auch Landeskoordinator Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern.
Mario hat den Workshop sehr gut gestaltet und viele seiner sehr guten Bilder gezeigt.
Es war sehr spannend für mich Einblicke in die Arbeit eines Profis zu bekommen. Mario ging auf alle Fragen der Teilnehmer ein. Hauptsächlich ging es um Vögel, aber die erklärten Grundsätze der Wildlifefotografie lassen sich natürlich auch auf andere Tiere übertragen.
Im Grunde vermittelte Mario folgende wichtige Gestaltungsmittel, die seine Bilder auszeichnen:

- Das Tier auf Augenhöhe fotografieren
- In den frühen Morgenstunden fotografieren oder am Abend, um das sanfte    Licht zu nutzen
- Die Tiere im schrägen Gegenlicht fotografieren, damit Lichstsäume entstehen.

Hier ist die Internetpräsenz von Mario Müller: www.darssfotograf.de

Mir hat der Workshop sehr gut gefallen. Für reine Anfänger finde ich ihn aber nicht so geeignet.

Kormoran - Phalacrocorax carbo - Great Cormorant
Blick nach vorn...

Sonntag, 28. April 2019

Bärlauch im Teutoburger Wald

Der frühe Vogel...

...ist manchmal zu früh.

Am Freitag machte ich mich auf den Weg in den Teutoburger Wald bei Oerlinghausen. Dort kenne ich eine Stelle mit ausgedehnten Bärlauchbestand. Ich hatte gehört, dass der Bärlauch schon blüht. Jedenfalls woanders im Teutoburger Wald. Blühender Bärlauch ist ein wunderschönes Fotomotiv, das ich  seit einigen Jahren fotografiere.

Bärlauch im Teutoburger Wald
Bärlauch im Regen

Leider war ich etwas zu früh dran. Nur wenige Pflanzen hatten sich schon entschlossen zu blühen. Der Regen sorgte für glänzende Blätter.
Für den hohlen Lerchensporn war ich übrigens zu spät dran.
Irgendwas ist halt immer.
Den erhofften weiße Blütenteppich konnte ich also nicht auf den Sensor bannen. Dafür aber ein paar einzelne Pflanzen mit regennassen Blättern.

Die Technik

Die Bilder entstanden mit meiner Olympus OM-D, dem 12-40/2.8, dem 40-150/2.8 und dem 1,4-fach Telekonverter und einem kleinen Reisestativ.
Die Nachbearbeitung der Bilder ist minimal. Aufnahmetechnisch handelt es sich um "normale" Einzelbilder und "Multishot"-Techniken, wie es auf neudeutsch heißt. Konkret um Doppelbelichtungen und gestackte Bilder, direkt aus der Kamera.


Bärlauch

Sonntag, 21. April 2019

Vogelfotografie ::: Frühling am Bielefelder Obersee

Morgens am Obersee

Karfreitag war ich schon früh wach und nutzte die Gelegenheit und war schon  07:45 Uhr am Obersee in Bielefeld-Schildesche.

So frühe am Morgen ist es dort noch relativ menschenleer und ich genoss die Ruhe. Natürlich wollte ich das nicht mehr ganz so sanfte Morgenlicht für die Fotografie der dortigen Vogelwelt nutzen.

Mit meinem Smartphone machte ich aber auch ein paar Bilder der Landschaft.


Das Viadukt über den Obersee in der Morgensonne
Der Viadukt über den Obersee
 Für Vogelnachwuchs war es noch zu früh im Jahr. Eher war die Balz bei einigen Vögeln im Gange. Die Bilder entstanden mit meiner Olympus OM-D E-M 1.1 und dem Olympus m.Zuiko 300/4 ED mit Telekonverter. Teilweise hatte ich die Kamera auf das Berlebach Mini montiert und fotografierte über den Kameramonitor, um einen niedrige Perspektive zu bekommen.
Es ist gar nicht so einfach über den ausgeklappten  Monitor das Fotoziel anzuvisieren.

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