Mittwoch, 25. März 2020

Früh am Morgen am Bielefelder Obersee

Raus aus der Komfortzone...

...ist eine gute Strategie, wenn man seinen Lieblingsmotiven einen anderen Look geben möchte.
Wer kennt das nicht; die gemachten Fotos gefallen zwar, sehen sich aber immer sehr ähnlich. Das könnte daran liegen, dass die Bilder immer dann von uns fotografiert werden, wenn uns die Umweltbedingungen gut passen; Angenehme Temperaturen. Kein Stativ schleppen müssen, weil ausreichend Licht vorhanden ist. Nicht ins Unterholz, damit die Dornen nicht stechen. Regen lieber nicht und ein kalter Wind ist auch nicht so schön. Und im Matsch stehen? Lieber nicht.

Nun ja, die Male, in denen ich meine Komfortzone verlassen habe, entstanden dann aber auch wirklich Bilder, die mir gefallen und die ich mir gerne öfter ansehe.

Der frühe Vogel..

..kann mich mal. Frühes Aufstehen, um zu Fotografieren ist nicht mein Ding.
Aber an einem Samstag (14.03.20) habe ich dann doch mal meinen inneren Schweinehund überwunden. Meinen Fotorucksack hatte ich am Abend vorher gepackt und das Stativ bereit gelegt. Ich war sehr früh wach und schaffte es immerhin bis ganz kurz nach Sonnenaufgang zum Obersee in Bielefeld-Schildsche.

Das Eisenbahnviadukt bei Bielefeld Schildesche
Das Eisenbahnviadukt bei Bielefeld Schildesche


Mein neues Stativ..

..konnte ich bei der Gelegenheit auch gleich ausprobieren. Das Novoflex Triopod ermöglicht es mir endlich aufrecht durch den Sucher schauen zu können ohne eine wackelige Mittelsäule ausziehen zu müssen. Das Stativsystem ist sehr gut durchdacht und weil es eben eine System ist auch ausbaufähig. Langfristig möchte ich mit dem Novoflexsystem meine anderen Stative ersetzen.

Meine Olympus auf dem Novoflex Triopod
Meine Olympus auf dem Novoflex Triopod


Hat sich das frühe Aufstehen gelohnt?

Ja. Hat es. Alleine schon das Erlebnis am frühen Morgen am See zu sein ist lohnenswert. Am Obersee ist in normalen Zeiten immer viel Trubel. Mal fast alleine mit der Vogelwelt zu sein ist schon schön.
Die enstandenen Bilder sind jetzt nicht gerade wettbewerbstauglich. Aber sie haben die erhoffte besondere Bildanmutung. Jedenfalls für mich.

Storche sorgen für Nachwuchs
Storche sorgen für Nachwuchs


Die Bilder enstanden mit der Olympus OM-D M 1.1 und den Objektiven "M.Zuiko Digital ED 12‑40mm F2.8 PRO" und dem "M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS PRO" und den Telekonvertern. Erst ein paar Eindrücke vom Obersee:

Die Sonne ist gerade aufgegangen und ihr Licht flutet die Johannisbachauen
Die Sonne ist gerade aufgegangen und ihr Licht flutet die Johannisbachauen

Sonntag, 8. März 2020

Die Narzissen

Die Narzissen

im Kübel auf unserem Balkon gedeihen prächtig. Eine gute Gelegenheit für meine ersten Pflanzenmakros des Jahres.

Narzisse Nahaufnahme

Narzisse Nahaufnahme

Narzisse Nahaufnahme

Montag, 24. Februar 2020

Die Kathedrale von Salisbury

Die Kathdrale von Salisbury

im Süden von England ist ein Paradebeispiel für den Baustil der frühen englischen Gotik. Sie wurde in kurzer Zeit (Grundsteinlegung 1220) erbaut. Deshalb haben sich auch keine Baustile vermischt.

Während unserer Tour durch Südengland 2017 (mehr darüber hier) besichtigten wir das Bauwerk.

Gestern habe ich mal wieder einige Bilder angesehen und mit Franzis Photo Projekts bearbeitet. Viele Bilder habe ich mit einem Fisheye (Samyang 7,5mm/f3.5) aufgenommen. Gerade in Kirchen mag ich die Bildwirkung dieses Objektives.

Gesamtansicht der Kathedrale von Salisbury
Die Kathedrale von Salisbury

Donnerstag, 6. Februar 2020

Ausflug an die Nordsee

Auf nach Neuharlingersiel

...hieß es Vorgestern. Also ab in unseren Bulli und knapp 275km nach Neuharlingersiel gefahren.
Alle paar Monate packt uns die Sehnsucht und wir wollen an die See.
In Neuharlingersiel waren wir schon im letzten Winter und es hatte uns gut gefallen. Außerdem hatten wir dort leckeren Tee gekauft.

Zwei Fischer aus Metall sitzen an der Hafenmauer in Neuharlingersiel
Der Hafen ist unter ständiger Beobachtung
Februar ist totale Nebensaison. Deshalb ist es auch einach einen Parkplatz zu finden. Wir hatten die Auswahl aus mehreren Hundert.

In Neuharlingersiel liegt eine aktive Krabbenkutterflotte. Da gibt es viel zu sehen.

Vorne der alte Hafen mit den Kuttern. Im Hintergrund das Fährschiff nach Spiekeroog
Vorne der alte Hafen mit den Kuttern. Im Hintergrund das Fährschiff nach Spiekeroog
Außerdem legt von dort die Fähre nach Spieleroog ab. Der Hafen und die umliegenden alten Gebäude sind sehr hübsch.

Dienstag, 21. Januar 2020

Ein neues Macro Objektiv

M.ZUIKO DIGITAL ED 30mm F3.5 MACRO 

Das Objektiv habe ich mir zu Weihnachten gegönnt. Wie viele andere Kamera- und Objektivhersteller, hat auch Olympus oft irgendwelche Cash-Back Aktionen im Programm. Vermutlich um den sinkenden Umsätzen in der Kamerabranche entgegen zu wirken.
Jedenfalls gab es das Objektiv für schlappe 139€ im Olympus-Shop. Das war noch günstiger als die Gebrauchtpreise.

Mit dem Objektiv hatte ich schon seit Wochen geliebäugelt. Ein kurzes Makro fehlt mir irgendwie doch. Das M.ZUIKO DIGITAL ED 60mm F2.8 MACRO habe ich zwar schon, aber ein etwas weiterer Bildwinkel finde ich gerade für Blumenfotografie ideal. Außerdem finde ich Insektenbilder mit der kurzen Brennweite spannend. Schließlich hatte ich einst mit dem Olympus Zuiko Digital 35mm Makro 1:3.5 die ersten Schritte in der Nahfotografie getan. Hier findet ihr eine Übersicht meiner alten Makros für FourThirds.

Das neue 30er hat aber auch noch ein Alleinstellungsmerkmal: Es kann einen Abbildungsmaßstab von 1:1,25 abbilden. Also Motive auf dem Sensor vergrößern. Die Brennweite eignet sich auch gut für die "normale" Fotografie.

Der breite Schärfering läuft butterweich. Für den Preis ist die Verarbeitung sehr gut. Extras hat das kleine Teil aber nicht anzubieten. Es fehlen leider auch Angaben zum Abbildungsmaßstab auf dem Tubus. Eine Gegenlichtblende ist auch nicht im Lieferumfang. Aufgrund des kurzen minimalen Abstandes zur Fronlinse würde sie aber ohnehin stören.

Einen Testbericht findet ihr hier: Lenstip

Focus Bracketing im Wald

Zu Hause habe ich das Makro von Olympus natürlich auch ausprobiert, aber ich wollte damit auch in den Wald. Als Motiv haben sich Baumpilze angeboten.

Mit vielen Olympus-Kameras ist es ja schon seit Jahren möglich Focusreihen aufzunehmen. Hier findet ihr einen Blogpost von mir dazu:
Olympus ::: Focus Stacking in der OM-D

Also habe ich für die Baumpilze die Funktion "Focus-Bracketing" meiner Olympus O-MD genutzt. Also viele Bilder mit geänderter Schärfentiefe aufgenommen, um sie später per Software zu einem Bild mit großer Schärfentiefe zusammenzufügen.
Natürlich ist ein Stativ Pflicht und ein Einstellschlitten ist auch eine große Hilfe.

Die Focusreihe habe ich mit einem Fernauslöser gestartet. Auf dem Monitor habe ich dann die Reihen beendet als ich sah, dass das Motiv einmal. komplett scharf abgebildet war. Frank Rückert beschreibt das Verfahren auf seiner Seite sehr gut und zeigt grandiose Bilder: Homepage von Frank Rückert

Die Bilder wurden aus dem RAW-Dateien gestackt. Da war mein Rechner schon mal 30 Minuten beschäftigt. 
Bei den Bildern habe ich das Objektiv auf Blende 5.6 eingestellt. Die Schrittweite war 1. Ich glaube beim nächsten Versuch werde ich eher die JPGs nutzen, um die Rechenzeit zu verkürzen. Meine Stckingsoftware ist übrigens von Franzis und läuft auch auf meinem Kubuntu-Linux-Rechner.

Hier jetzt aber die Ergebnisse meines ersten Freilandtestes mit dem Olympus ED 30mm F3.5 Macro.

Zwei Baumpilze auf Totholz
Stack aus ca. 49 Bildern

Ca 38 Aufnahmen mit dem Olympus Makro waren notwendig, um den Pilz vollständig scharf einzufangen.
Ca 38 Aufnahmen mit dem Olympus Makro waren notwendig, um den Pilz vollständig scharf einzufangen.

Baumpilz im Wald
ca. 32 Bilder waren noch zu wenig

Etwa 54 Einzelbilder haben meinen Rechner einmal zum Abssturz gebracht. Fast 8GB Arbeitsspeicher sind knapp bemessen.
Ich freue mich schon auf die ersten Makros von Insekten. Dafür muss ich aber noch das Beleuchtungsproblem lösen...

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