Dienstag, 17. September 2019

Trauerschwan am Bielefelder Obersee

Aufsehen..

 ..erregte am Samstag ein Trauerschwan (Cygnus atratus) am Obersee in Bielefeld.
Der Exot suchte Anschluß an die örtliche Schwanenfamilie. Als die Gruppe auf dem Spazierweg, der um den Obersee herum führt unterwegs war, führte das zu einem kleinen Menschenauflauf.
Die schwarzen Schwäne sind eigentlich in Australien beheimatet.
Wenn sie bei uns gesichtet werden handelt es sich meistens um verwilderte Tiere.



Einige wenige Brutpaare..

..gibt es wohl auch in NRW. Aber die Population ist sehr gering und wahrscheinlich nicht selbsterhaltend. Bekannt ist auch der Trauerschwan vom Aasee in Münster, der sich in ein Tretboot verliebte.

Jedenfalls freute ich mich über den Anblick des Vogels und bin gespannt, ob er bei meinen nächsten Besuch des Obersees noch dort ist.

Der schwarze Schwan sucht die Nähe zu den Höckerschwänen
Der schwarze Schwan sucht die Nähe zu den Höckerschwänen

Der Schwarzschwan wirkt sehr elegant
Der Schwarzschwan wirkt sehr elegant

Der schwarze Schwan und zwei Höckerschwäne
Familienanschluß gesucht

Montag, 16. September 2019

Drei Wünsche erfüllt

Fotoparadies an der Ostsee

Schon im Mai waren wir für wenige Tage in Zingst. Dem Naturfotografenparadies an der Ostsee. Dort besuchte ich einen Workshop und besuchte eine Kormorankolonie.

Aber ich wollte auch Lachmöwen im Prachtkleid fotografieren und natürlich im Flug. Außerdem wollte ich auch Flugaufnahmen mit einem Weitwinkel oder zumindest nur leichten Tele machen.

Lachmöwe - Chroicocephalus ridibundus - Black-headed Gull
Lachmöwen und eine junge Silbermöwe vor der Seebrücke in Zingst


Möwen füttern..

..sollten Strandbesucher nicht. Die mutigen Vögel gewöhnen sich daran und klauen sich dann irgendwann auch mal aus dem Hinterhalt Essbares. Oder fallen über unbeaufsichtigt abgelegte Strandtaschen her. Das kann nervig sein. Wem schon mal eine Silbermöwe den Tisch abgeräumt hat, weiß wovon ich rede.
Den Tieren bekommt das übrigens auch nicht gut.

Aber es gibt immer irgendwo Menschen, die Brotstücke in die Luft werfen, um beispielsweise dem Enkelkind etwas Action zu bieten.

Bei so einer Situation konnte ich dann ein paar Bilder machen und damit drei Wünsche auf einmal erfüllen: Lachmöwen im Prachtkleid, im Flug mit relativ kurzer Brennweite zu fotografieren.

Die Bilder entstanden mit einer Olympus OM-D E-M 1.1 und dem m.Zuiko 12-40/f2.8 Pro.
Am Ostseestrand ist es meistens sehr hell. So konnte ich die Blende schließen und trotzdem kurze Belichtungszeiten nutzen.

Lachmöwe - Chroicocephalus ridibundus - Black-headed Gull
Zwei Lachmöwen im Sommerkleid

Dienstag, 27. August 2019

Olympus Telekonverter MC-20

1200mm Brennweite

erreiche ich mit dem 2 fach Telekonverter MC-20 von Olympus zwar nicht, aber einen Blickwinkel, der dieser Brennweite an einer Kleinbildkamera entspricht.

Seit einigen Wochen besitze ich den lang erwarteten Telekonverter der mit den beiden Objektiven 40-150/f2.8 und 300/f4 kombiniert werden kann.
Der Konverter verdoppelt die Brennweite der Objektive. Leider "schluckt" er auch 2 Blendenwerte Licht, so dass der kleinste Blendenwert (=größte Blendenöffnung) am Objektiv sich verdoppelt. Aus 2.8 wird also 5.6 und aus Blende 4, wird eine kleinste Blende von 8.

Meine Erfahrungen

sind logischerweise rein subjektiv, aber vielleicht für den ein oder anderen Leser von Interesse. Hier ein paar Gedanken dazu:

- erwartungsgemäß lässt die Bildqualität nach
- besonders die Mikrokontraste leiden, die Schärfe verringert sich
- da beide Objektive aber sehr scharf sind, ist die Qualität immer noch  ausreichend, aber nicht mehr sehr gut.
- besonders das 40-150 profitiert, weil es sich schnell zu einem Supertelezoom umrüsten lässt (80-300/f5.6) und dabei immer noch sehr kompakt bleibt. Um den Blickwinkel an Kleinbild zu erreichen, braucht es schon ein 150-600mm Telezoom.
-Sowohl das 300er als auch das 40-150er werden noch makrotauglicher.
-Beide Objektive bleiben zumindest an einer OM-D E-M 1 freihandtauglich
-Das 300er gewinnt aber auf einem Stativ montiert an Detailauflösung, besonders wenn ich zusätzlich einen Fernauslöser nutze
-Beim 300er muss ich freihand den ISO-Wert hochsetzen, deshalb ist ein Stativ der Bildqualität förderlich. Jedenfalls bei statischen Motiven.
-1200mm an MFT sind anders nicht erreichbar
-Der Autofokus ist langsamer

Nutzt jemand den MC-20? Freue mich über Kommentare.

Da ich meine Bilder hauptsächlich im Internet zeige oder auf einem HD-Bildschirm zu Hause ist es für mich wichtig, was ich für dieses Medium daraus machen kann. Die Bilder sind beschnitten und aus der RAW-Datei entwickelt. Für das Internet habe ich die Auflösung reduziert. Es sind also keine 1:1 Crops.
(600mm=ED300/f4, 300mm=ED40-150/f2.8)

600mm, 1/250sek, f8, ISO 200, freihand

Montag, 19. August 2019

Sonnenblumen im Blühstreifen

Es blüht am Feldrand

Immer wieder fallen bunte Bumen an Feldrändern auf. Besonders schön finde ich dann die großen Sonnenblumen. Viele Insekten finden dort Nahrung und später schmecken die Kerne den Vögeln.

Ein große Sonneblumenblüte. Zahlreiche Insekten sitzen auf auf der Blume.
Viele Insekten besuchen die Sonnenblume
Die großen Blüten der Sonnenblumen sind natürlich auch schöne Fotomotive. Genau genommen sind es viele rausen Einzelblüten. Sie bilden die große Scheinblüte.

 Blühstreifen werden gefördert

Von den Blühstreifen profitieren nicht nur die tierischen Gäste und die Spaziergänger. Auch die Landwirte bekommen den Anbau subventioniert. Also zahlt schlußendlich der Steuerzahler. Aber ich finde unsere Steuergelder sind gut angelegt.
Wer sich darüber informieren möchte, kann das beispielsweise hier tun.

Zahlreiche Bienen sitzen auf einer Sonnenblume
Bienen auf einer Sonnenblume
Die Blühstreifen schützen übrigens auch vor der Abschwemmung des Bodens. Wer sich mal die Wurzeln einer Maispflanze genauer ansieht, wird sehen, dass Mais den Boden bei starken Regen nicht halten kann.
In diesem Zusammenhang wird dann auch nicht so viel Tierarzneimittel in die Umwelt abgegeben. Dass durch die Gülle auch Arzneimittel in die Umwelt gelangen, war mir bisher nicht bewußt...

Jetzt aber noch ein paar Sonnenblumenbilder. Aufgenommen mit dem Olympus
M.ZUIKO DIGITAL ED 40‑150mm F2.8 PRO. Sperriger Name...

Sonntag, 11. August 2019

Fotografenglück ::: Reh im Wasser

Heute konnte ich mein (Fotografen-) Glück kaum fassen. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte das richtige Objektiv an der richtigen Kamera.

Oft bin ich im NSG Windwehetal unterwegs und ab und zu sehe ich dort auch mal Rehe. Aber meistens nur kurz und auch nur irgendwo im Unterholz.
Heute jedoch ging ich auf einen Pfad zu einer Bachbiegung, um zu sehen, ob dort Libellen unterwegs sind.

Was ich aber sah war ein Reh (Capreolus capreolus), das dann auch noch mitten im Bach stehen blieb und Wasser ließ. Vielleicht 5 Meter von mir entfernt. Ich kniete mich rasch hin, halb hinter einem Baum und konnte das Tier einige Minuten in Ruhe beobachten bis es ohne Hast die Uferböschung erklomm. Es warf mir noch einen Blick zu und trottete dann zu einer Weide am Waldrand.

Technik: Olympus OM-D E-M1.1, Olympus m.Zuiko ED300mm/f4, ISO 1250, f/4, 1/160 bzw. 1/125sek.

Ein Reh steht im Wasser und uriniert
Das Reh blieb ruhig im flachen Wasser stehen

Ein Reh steht im Wald und schaut den Fotografen an.
Das Reh erklomm die Uferböschung und schaute noch mal zurück.

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