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Dienstag, 5. Mai 2026

Frühlingserwachen im Detail: Makro-Magie aus dem eigenen Garten

Frühlingserwachen

Der Frühling ist endlich da, und mit ihm explodiert die Natur förmlich in allen Farben. Für uns Fotografen ist das natürlich die schönste Zeit des Jahres – überall öffnen sich kleine Wunderwerke, die man oft erst auf den zweiten Blick so richtig würdigt.
Ich habe die letzten sonnigen Tage genutzt, um mich mit der Kamera in den Garten zu begeben und die ersten Frühlingsboten ganz genau unter die Lupe zu nehmen. 

 

Da ich ohnehin gerade den neu eingesäten Rasen gewässert hatte, habe ich die Blüten mit kleinen Wassertropfen benetzt.

 Focus Stacking

Um die gesamte Blüte – vom zarten Stempel bis zum äußeren Blütenblatt – knackscharf abzubilden, habe ich mit Focus Stacking gearbeitet. 

Das bedeutet, ich nehme eine ganze Serie von Fotos mit jeweils minimal versetztem Fokuspunkt auf. In der Nachbearbeitung werden diese Einzelbilder dann zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen. 

Mein Werkzeug für die Winzlinge

 
Für diese Serie kam mein aktuelles Lieblings-Duo zum Einsatz:

Besonders das 90mm-Objektiv ist für solche Aufnahmen ein Traum, da es eine unglaubliche Vergrößerung ermöglicht und der Bildstabilisator im Zusammenspiel mit der OM-1 extrem präzise arbeitet.Bei den Bildern habe ich aber ein Stativ benutzt und einige Blüten mit einer Pflanzenklammer fixiert. Ansonsten wären die Stacks vom Winde verweht worden...

Der Workflow: Von der Kamera zum fertigen Post 

Nachdem die Einzelaufnahmen im Kasten waren, ging es an den Rechner. Für das Zusammenfügen der Stapel nutze ich die spezialisierte Software Zerene Stacker, um die präzisesten Übergänge zu erhalten. Die Retusche-Funktion ist mit etwas Übung, dafür sehr brauchbar.

Den finalen Schliff – also das Spiel mit Lichtern, Schatten und der Farbstimmung – habe ich dann in ON1 Photo RAW erledigt. 

Galerie der Frühlingsboten

Samstag, 14. März 2026

Mehr als nur „Ungeziefer“: Eine Wanze auf Augenhöhe

Eine Wanze auf Augenhöhe (und warum genau hinschauen lohnt)

Kürzlich fand ich beim Spaziergang durch meinen Garten eine tote Wanze. Für die meisten vielleicht ein Moment zum Wegschauen, für mich als Makrofotografen jedoch eine seltene und faszinierende Gelegenheit. Ein unbewegliches Motiv, das nicht wegfliegt, wenn man ihm mit der Kameraausrüstung bis auf wenige Zentimeter auf die Pelle rückt. Ich habe die Chance genutzt, um diesen kleinen Kerl einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen – oder besser gesagt: vor die Linse. 
 
Porträt der Marmorierten Baumwanze

Montag, 7. Juli 2025

Eine Libelle vor ihrem Jungfernflug

Vor dem Abflug

 Ich freue mich immer wieder, wenn eine Großlibelle ihre Zeit als Larve in meinem kleinen Gartenteich erfolgreich hinter sich gebracht hat. Oft zeugt nur noch die leere Hülle -die Exuvie- davon, dass eine Libelle im Teich herangewachsen ist und nun durch die Lüfte fliegt.
Selten erlebe ich es, dass die Libelle noch zum aushärten am Halm einer Pflanze sitzt und ich sie ausgiebig fotografieren kann.
Neulich hatte ich wieder das Glück. In meiner Mittagspause (im Homeoffice) entdeckte ich die Blaugrüne Mosaikjungfer und konnte ein paar Bilder machen.
 

 
 Diese Libellenart ist nicht sehr anspruchsvoll und besiedelt deshalb auch kleine Gewässer, wie meinen nur 500 Liter fassenden kleinen Gartenteich.
 
 Die Bilder habe ich mit meiner OM-System OM-1 und dem genialen OM-System M.Zuiko 90/3.5 Makro gemacht. Bei den meisten gezeigten Bildern handelt es sich um Stack. Um die vier Bilder haben schon ausgereicht. Die Entwicklung in Zerene war aber trotz der geringen Bildanzahl relativ aufwändig. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es windig und deshalb musste ich bei allen Bildern ausgiebig retuschieren.
Aber das Ergebnis ist den Aufwand wert, finde ich.

Samstag, 4. Januar 2025

Extreme Makrofotografie ::: Eine Fliege

Extreme Makrofotografie

Makrofotografie ab einem Abbildungsmaßstab (AM) 1:1 oder darüber hinaus nennt man auch Extreme Makrofotografie. Ein AM 1:1 bedeutet das Motiv wird in Originalgröße auf dem Sensor der Kamera abgebildet. Ich nutze Kameras mit einem Sensor im Format 17x13mm (Four Thirds). Wenn ich ein Objekt in dieser Größe auf dem Sensor in Originalgröße abbilde habe ich einen AM von 1:1. Ein AM 2:1 bedeutet das Motiv wird um 100% vergrößert, etc.
 
Der Kopf einer Fliege im Detail. An der breitesten Stelle ist der Kopf ca. 2mm breit. Das Bild könnte man auch als großes Wandbild drucken lassen. Muss man aber nicht...

 

Sonntag, 14. Januar 2024

Bilder der Grünen Stinkwanze

In unserem alten Gewächshaus hatte ich vor einiger Zeit eine grüne Stinkwanze gefunden. Ich habe sie dort in einem Plastiktopf liegen gelassen und mir vorgenommen, die Wanze mal zu fotografieren. Vermutlich ist das Tier gestorben und nicht in der Winterstarre oder so.

 

Eine grüne Stinkwanze

Dienstag, 9. Januar 2024

Amaryllis leicht welk

Vor einigen Tagen hatte ich unsere Amaryllis in voller Blüte fotografiert. Mittlerweile ist die Blüte welk und eigentlich noch fotogener als in der Vollblüte.

Es sind viel mehr Strukturen sichtbar und die Farbigkeit ist eine andere. Als Fotomotiv finde ich die welke Pflanze viel spannender als die Blüte auf dem Höhepunkt ihres Daseins.

Die welke Amaryllisblüte in ihrer Gesamtheit
Die welke Blüte in ihrer Gesamtheit

Dienstag, 2. Januar 2024

Amaryllis sind eigentlich Rittersterne

Zur Weihnachtszeit werden in den Gärtnereien viele Amaryllis verkauft. Eigentlich sind es ja Rittersterne, aber unter Amaryllis kennen die beeindruckenden Blütenpflanze die meisten.

Die große Zwiebel ist von Wachs umschlossen und werden auf die Fensterbank gestellt und irgendwann kommt ein Keim und der entwickelt sich dann zu mehreren großen Blüten. Sieht echt prima aus. Natürlich habe ich eine Pflanze fotografiert. Hier sind ein paar Bilder der schönen Blüte.

Ich plane auch noch Bilder von der verwelkten Blüte zu machen, aber aktuell haben wir nur die in voller Blüte stehende Amaryllis bzw. Knospen.


Amaryllisblüte bzw. Ritterstern

Samstag, 18. November 2023

Extreme Makros ::: Einblicke in eine verborgene Welt

Es wird wieder kühl und nass

und früh dunkel. Draußen lohnt es sich immer weniger auf die Jagd nach fotogenen Insekten zu gehen.
Außerdem zwingt mich eine kleine Erkältung daheim zu bleiben.
 
Also habe ich mich nach längerer Pause mal wieder am Fokusstacking und größeren Abbildungsmaßstäben versucht.
 
Ein verstorbener Buchsbaumzünsler und eine ebenfalls verstorbene Fliege dienten als Motiv. Beide nicht mehr taufrisch. Aber ich bin trotzdem fasziniert von den Details, die die Makrofotografie sichtbar macht.
 
Entstanden sind die Bilder an einem Nachmittag in meinem Heimstudio; eine Spanplatte auch zwei Holzböcken. Auf die Platte habe ich zwei Halterungen montiert. Eine für die Kamera auf einem Einstellschlitten und eine, die den Motivhalter trägt. Hier ein Bild aus einem älteren Post:



Im Laufe der Zeit hat sich bei mir einiges an Zubehör angesammelt. Davon konnte ich nun einige Teile verbauen. Was auf jeden Fall praktisch ist Knetgummi und Insektennadeln. Außerdem eine Auswahl an Pinzetten um die Objekte überhaupt zu platzieren. Den Objektträger kann ich  horizontal und vertikal mit Einstellschlitten bewegen.
Herzstück ist natürlich das Objektiv. Das OM-System 90mm f/3.5 Makroobjektiv. Das Teil begeistert mich noch immer...
 
Bei den gezeigten Bildern kam bei den großen Abbildungsmaßstäben auch noch der 2-fach Telekonverter MC-20 zum Einsatz. Zusammengerechnet hat die Einzelbilder Zerene-Stacker. Mit dem Programm habe ich auch die Retusche durchgeführt. Die Bilder sind übrigens nicht beschnitten. Natürlich verkleinert für den Blog. 

Und nun wünsche ich allen Betrachtern faszinierende Einblicke in eine verborgene Welt.

Montag, 6. November 2023

Pilze, Pilze, Pilze

Herbstzeit ist Pilzzeit

Die Pilze schießen im Wald geradezu aus dem Boden oder auch aus Holz.
Bei uns in der Nähe ist ein kleines Waldstück mit vielen Buchen und einigen anderen Laubbäumen. Der Wald wird zwar forstwirtschaftlich genutzt, aber der Waldbesitzer lässt sehr viel Totholz liegen. Sehr gute Bedingungen für Pilze.
 

 

Am 01. November war ich mal wieder dort. Mein letzter Besuch in dem Wald lag schon über zwei Jahre zurück. Erwartungsgemäß hat sich in der Zeit nicht viel geändert.
Der Waldboden und viele Baumstümpfe und alte Äste waren übersät mit Pilzen. So konnte ich mich mit Kamera, Makroobjektiv, Zangenblitz und Stativ austoben.

Viel Spaß bei einem kleinen Ausflug in das Reich der Pilze.

Freitag, 7. April 2023

Fokusstacking ::: Eine Wespe

Wespe im Porträt

Heute zeige ich einen Stackingversuch mit einer Wespe. 

Zum Einsatz kam meine Olympus OM-D M2 mit dem OM-System 90/3.5 Makro. Bei einigen Bildern hatte ich den Telekonverter MC-20 montiert um einen größeren Abbildungsmaßstab zu erreichen. Ein Bild kommt direkt aus der Kamera. Die anderen hat Zerene Stacker zusammengesetzt. Die Anzahl der Einzelbilder pro Stack variiert zwischen 15 und 114 Bildern. Mittlerweile hat sich eine Schrittweite von 3 für mich als universell einsetzbar herausgestellt. Aber natürlich ist das nicht in Stein gemeißelt.

Am optimalen Licht muss ich aber noch arbeiten. Das gefällt mir noch nicht.

Nach meiner bisherigen Erfahrung ist es besser sehr knapp zu belichten und dann noch mal etwas weniger...

Die Wespe war übrigens in der Regentonne ertrunken..

 

Die Bilder sind praktisch unbeschnitten. Manche habe ich nur auf das Format 3:2 gebracht.

 

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Das Bild besteht aus 114 Einzelbildern. Zusammengefügt mit Zerene Stacker

Extreme Makroaufnahme eines Wespenkopfes
90 Einzelbilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
83 Bilder wurden zu einem zusammengesetzt

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Für dieses Bild einer Wespe hat die OMD 74 Bilder produziert

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Nur 36 Bilder.

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Kleinerer Abbildungsmaßstab; 29 Einezlbilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Von der Seite werden weniger Bilder benötigt: 31

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
30 Bilder

Extreme Makroaufnahme einer Wespe
Fokusstack aus der Olympus; maximal 15 Bilder sind möglich. Hierzu habe ich auch noch die EXIF-Daten: 180mm, f/11


Das OM-System 90mm/f3.5 Macro eröffnet tatsächlich ganz neue Möglichkeiten.

Das ist ech ein "Wow"-Produkt..

 

     

Sonntag, 12. März 2023

OM-System M.Zuiko Digital ED 90mm F3.5 Macro IS Pro ::: Extreme Makros

 Juchu - endlich ist es da 😀

Das auch von mir lang erwartete Telemakroobjektiv von OIympus, ich meine natürlich OM-System ist endlich nicht mehr ein Wunsch, sondern ist Bestandteil meiner Kamerausrüstung.
 
Bestellt hatte ich es am Tag der Veröffentlichung am 08.02.23 und am vergangenen Donnerstag habe ich es dann bekommen.
 
Edelteil schlicht verpackt

 
 

Montag, 6. März 2023

Focusstacking ::: Ein Nachtfalter

Ein Nachtfalter

hatte sich am Samstag als blinder Passagier auf einem Eierkarton in unser Haus gemogelt.

Das schon etwas abgeflogene Tier bot natürlich die Chance mal wieder einen Stack anzufertigen. Das haarige Tierchen lebte noch, aber blieb auch dann noch bewegungslos auf der Pappe sitzen, als ich es auf meinen Aufnahmetisch verfrachtete.

Erst nachdem ich die Fotos auf der SD-Karte hatte wurde der Falter munter und natürlich von mir auch frei gelassen.

Die einzelnen Bilder habe ich mit meiner Olympus OM-D M 1 Mk II und dem M.Zuiko 60/2.8 angefertigt. Eine Raynox 150 hatte ich auch noch bei einer Pose montiert.

Gestackt mit Zerene. Mittlerweile habe ich die Lizenz für die Software gekauft.

Ich wandle übrigens die RAW-Dateien in 16 Bit TIFF Dateien um lasse diese TIFF`s von Zerene verarbeiten. Ich hatte auch schon mal wesentlich kleinere JPG`s genommen. Von der Verarbeitungsgeschwindigkeit her konnte ich aber keinen signifikanten Vorteil erkennen. 

Makrofoto eines Nachtfalters
Stack aus 35 Bildern - unbeschnitten

Stack aus 67 Bildern - ca. um 20% beschnitten. Oben war nur grüner Karton.

Die Bilder habe ich jeweils um 90° gedreht.

Dienstag, 14. Februar 2023

Landschaften aus Flechten V 1.1

 Gelbflechten (Xanthoria parietina)

haben sich auf vielen Bäumen angesiedelt. Sie zeigt stark gedüngte Orten an. Aufgrund des Stickstoffeintrages aus der Luft ist sie mittlerweile stark verbreitet. Dies Gelbflechte profitiert also von der Luftdüngung. Für andere Arten stellt diese Belastung mit Stickstoffverbindungen aber eine Gefahr da.
Auf der anderen Seite zeigt die Ausbreitung dieser Flechte aber auch das die Schwefeldioxidbelastung der Luft in den letzten Jahren stark abgenommen hat.

Wie auch immer. Also Makrofotomotiv drängen sich die hübschen Doppelorganismen quasi auf. Gut verfügbar, interessante Strukturen und unbeweglich. 

 

Samstag, 14. Januar 2023

Stacking: Vergleich Zerene und Olympus

Ausreichende Schärfentiefe..

...fehlt mir in der Makrofotografie eigentlich immer. 
 
Jeder Fotograf der Makros fotografiert kennt das Problem: Je höher der Abbildungsmaßstab und je länger die Brennweite, um so knapper ist der im Bild scharf abgebildete Bereich. Auch das Erweitern des akzeptabel scharfen Bereiches durch abblenden hilft nur bedingt weiter.
 
Makroaufnahme einer toten Fliege
Makroaufnahme aus mehren Bildern zusammengesetzt

 
 
Die Lösung ist die Kombination von mehreren Bildern bei denen der scharfe Bereich leicht versetzt ist, zu einem Bild mit einem großen .Schärfebereich. Das wird dann Fokus-Stacking genannt oder kurz "stacken".
 
Olympus bzw. OM System bietet in vielen Kameras  schon seit Jahren dazu eine hilfreiche Funktion:
 
Der "Stack" wird automatisiert durch die Kamera aufgenommen. Das heißt dann "Focus-Bracketing".  Dabei wandert der Schärfebereich von Bild zu Bild durch das Motiv. Mit einer speziellen Software werden die Bilder dann am PC zusammen gerechnet. Dabei können bis zu 999 Bilder aufgenommen werden.
Es geht aber noch besser: "Focus-Stacking"! Ist die Funktion aktiviert berechnet die Olympus-Kamera das fertige Bild bereits in der Kamera. Allerdings sind dann nur max. 15 Einzelbilder möglich. Für mich war das damals bei der Einführung ein "GameChanger" für meine Fotografie.
Mittlerweile bieten auch andere Hersteller eine ähnliche Funktion an.
 
 
In diesem Post möchte ich einen kleinen Vergleich zeigen:

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Weberknecht

Heute gibt es nur ein Bild. Einen Weberknecht fotografiert mit der Olympus OM-D EM 1 MkII und dem m.Zuiko 60/2.8 Makro, einem Stativ und einem Einstellschlitten.

Es handelt sich um einen Stack, den die Kamera bereits zu einem Bild zusammengerechnet hat (Focus Stacking). Das Bild habe ich in AfterShot Pro noch nachbearbeitet, aber nicht beschnitten. Der Abbildungmaßstab müsste etwa bei 1:1 liegen.

Hier noch ein paar Daten: 15 Einzelbilder, 60mm, 1/30s, ISO 500, f/5

Ich glaube die Schrittweite lag bei 3.

 

Weberknecht
Weberknecht an einem Holzpfahl

 

 

 


Mittwoch, 2. September 2020

Große Baumpilze

 Einen riesigen Baumpilz

fand ich bei einem Spaziergang durch den Wald vor einigen Wochen. Genauer gesagt waren es zwei Pilze die aus einem großen Stück Totholz wuchsen.

Ich entschloss mich mit meiner Kamera zum Fundort zurück zu kehren.

Die Fotos enstanden mit meimer Olympus OM-D E M 1.1 und den Olympus Objektiven 12-40/2.8 und dem 40-150/2.8. Mein Novoflex Triopod Stativ hatte ich auch dabei und Polfilter. Teilweise handelt es sich um Stacks aus der Kamera.
 
 

Baumpilze auf Totholz
Beide Pilze auf einem Blick

Mittwoch, 8. April 2020

Focus Bracketing auf dem Balkon

Viel Schärfentiefe..

haben Fotografierende in der Nah- und Makrofotografie nicht zu Verfügung.
Oft ist der scharfe Bereich eines Motives etwas knapp bemessen.
Abblenden ist oft nicht ausreichend oder eignet sich nicht für die gewünschte Bildwirkung.

Knospe einer Tulpe
Knospe einer Tulpe


Also nehme ich mehrerer Bilder eines Motives auf und der scharfe Bereich verlagert sich von Bild zu Bild. Dank der Focus Bracketing Funktion meiner Olympus OMD ist das eine Sache von Sekunden.
Anschließen verrechnet eine Software die einzelnen Bilder zu einem Bild mit großem Schärfebereich. Und das mit einem "cremigen" Bokeh.
Die Methode ist auch als Stacking von Bildern bekannt.

Bellis im Detail; hier hätte ich die Schattenseinte besser beleuchten sollen.
Bellis im Detail; hier hätte ich die Schattenseinte besser beleuchten sollen.


Rechenleistung..

ist dabei allerdings nötig. Also vom Computer. Nicht vom Fotografen. Deshalb nehem ich die Bilderserie auch nur im JPG auf. In RAW benötigt meine Rechner einfach zu viel Zeit zum verrechnen der Bilder.

Wer sich mehr für die Technik interessiert, dem empfehle ich die Lektüre der Seite vom Olympus-Visionary Frank Rückert. http://pen3.de/
Ein Interwiev mit ihm könnt ihr in der fotophonie hören.

Auf dem Balkon..

..entstanden am vergangenen Samstag einige Bilder. Bilder ihr hier sehen könnt. Als Hintergrund diente ein Stoffrest. In Corona-Zeiten ist der eigene Balkon ein Ort, der unerwünschte Kontakte ausschließt. Das Focus-Bracketing mit der Olympus geht zwar flott. Aber es erfordert schon Zeit und Konzentration. Auch die nötige Bearbeitung am Rechner dauert. Auf die Schnelle geht es weniger.


Mittwoch, 22. Mai 2019

Makrofotografie ::: Im Laubwald

Ab in den Wald..

 ..ging ich am Samstag. Bei Leopoldshöhe gibt es ein kleines Waldstück. Hauptsächlich wachsen dort Buchen und nur wenige Fichten. Der Wald wird zwar bewirtschaftet, aber es gibt dort alte und mächtige Bäume und daneben auch noch ganz jungen Nachwuchs. Auch viel Totholz bleibt dort den "Resteverwertern" der Natur überlassen. Ich fotografiere dort relativ häufig, weil ich zu Fuß in ca. 15 Minuten im Wald bin.

Meine Fotoausrüstung für die Makrofotografie

Dazu hatte ich meine Olympus OM-D E-M 1.1 mit dem m.Zuiko ED 60mm F2.8 Macro. Für den sicheren Stand sollte das Berlebach Mini mit Nivelierung sorgen. Das Berlebach besitze ich schon seit einigen Jahren. Dank der Nivelierung verzichte ich auf einen Stativkopf und montiere meinen Einstellschlitten Castell-Mini von Novoflex. Auch den habe ich schon seit Jahren im Gebrauch. In Workshops habe ich gelernt, einen Kabelfernauslöser zu nutzen. Ich habe einen günstigen aus Fernost.
Für Lichtakzente habe ich eine sehr günstige, flexible Leuchte mit zwei LEDs.
Außerdem noch das kompakte Beleuchtungssystem "Olympus MAL-1 Makro Arm Light" (Affiliate-Link). Das wird direkt an der Kamera angeschlossen. Neuere Olympus Kameras unterstützen das Makro-Licht aber leider nicht mehr.
Einen Blitz ersetzen die kleinen Lichter natürlich nicht, setzen aber Lichtakzente.
Außerdem ergänzen noch eine Schnellwechselklemme und -platte von Mengs die Ausrüstung.
Ein Wanderrucksack und eine dünnes Sitzkissen sorgen für etwas Komfort.

Da kommt dann doch so einiges an an Ausrüstung zusammen. Ich zähle das alles auf, weil ich kürzlich mal gefragt wurde, welcher technischer Aufwand für ein Makrobild nötig sein kann und auch wie lange die eigentlichen Aufnahmen dauern. Die Maiglöckchenbilder hatte ich in etwa 25 Minuten "im Kasten".

Maiglöckchen..

..wachsen dort im Halbschatten am Waldrand. Die Stelle hatte ich schon vor zwei Jahren entdeckt. Aber bisher bin ich nicht dazu gekommen die giftigen Schönheiten zu fotografieren. Das habe ich dann endlich am Samstag machen können und habe damit wieder ein Wunschmotiv im meinem Fotarchiv.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Maiglöckchen (Convallaria majalis). Stack aus acht Bildern, die schon in der Kamera verrechnet wurden.

Sonntag, 28. April 2019

Bärlauch im Teutoburger Wald

Der frühe Vogel...

...ist manchmal zu früh.

Am Freitag machte ich mich auf den Weg in den Teutoburger Wald bei Oerlinghausen. Dort kenne ich eine Stelle mit ausgedehnten Bärlauchbestand. Ich hatte gehört, dass der Bärlauch schon blüht. Jedenfalls woanders im Teutoburger Wald. Blühender Bärlauch ist ein wunderschönes Fotomotiv, das ich  seit einigen Jahren fotografiere.

Bärlauch im Teutoburger Wald
Bärlauch im Regen

Leider war ich etwas zu früh dran. Nur wenige Pflanzen hatten sich schon entschlossen zu blühen. Der Regen sorgte für glänzende Blätter.
Für den hohlen Lerchensporn war ich übrigens zu spät dran.
Irgendwas ist halt immer.
Den erhofften weiße Blütenteppich konnte ich also nicht auf den Sensor bannen. Dafür aber ein paar einzelne Pflanzen mit regennassen Blättern.

Die Technik

Die Bilder entstanden mit meiner Olympus OM-D, dem 12-40/2.8, dem 40-150/2.8 und dem 1,4-fach Telekonverter und einem kleinen Reisestativ.
Die Nachbearbeitung der Bilder ist minimal. Aufnahmetechnisch handelt es sich um "normale" Einzelbilder und "Multishot"-Techniken, wie es auf neudeutsch heißt. Konkret um Doppelbelichtungen und gestackte Bilder, direkt aus der Kamera.


Bärlauch

Dienstag, 5. Februar 2019

Mein Fotojahr 2018, 3. Teil

Nun ist es schon Februar und ich blicke immer noch zurück...Das ist jetzt aber der letzte Teil.

Der Oktober

Im Oktober ging es nach Zingst. Eigentlich ja schon Ende September, aber ich packe mal alles in den Oktober.

Zingst ist unter Naturfotografen ein Begriff. Im Frühjahr findet dort ein bedeutendes Umwelt- und Fotofestival statt und auch sonst widmet sich der Ort an der Ostsee der Fotografie.

Ihr könnt dort an zahlreichen Workshops teilnehmen oder eine der zahlreichen Fotoausstellungen besuchen oder Kameras und Objektive leihen und noch viel mehr.

Der Oktober ist Zingst besonders reizvoll wegen des Kranichzuges und der Hirschbrunft.

Wir besuchten die Vogelschutzinsel "Die Kirr". Der Zutritt ist streng reglementiert. Dort konnte ich ein Bild machen, welches nur von dort möglich ist.

Kraniche fliegen über die Vogelschutzinsel Kirr. Im Hintergrund sind Ausflugsschiffe im Zingster Hafen zu sehen.
Kraniche fliegen über die Vogelschutzinsel Kirr. Im Hintergrund sind Ausflugsschiffe im Zingster Hafen zu sehen.

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