Donnerstag, 19. März 2015

Bokeh olè

Normalerweise strebt man in der Makro- bzw Nahfotografie eine scharfe Abbildung an mit so viel Schärfentiefe wie möglich.
Diesmal war es mein Ziel ein malerisches Bokeh zu erzeugen. Unter Bokeh versteht man die Unschärfe des Hintergrundes. Die Qualität des Bokehs ist allerdings Geschmacksache und sorgt immer wieder für Diskussionsstoff.
Bei dieser Art von Bildern finde ich die reine, technische Abbildungsqualität nicht so wichtig. Abbildungsfehler des Objektives können durchaus positiv zum Bildeindruck beitragen.
Es sollte natürlich nicht alles in Unschärfe verschwinden. Einen scharfer Punkt, sozusagen zum "festhalten" finde ich persönlich schon notwendig.
Genauso wichtig sind aber auch die Farben, die Sättigung, die Graduation und weitere Stilmittel um den gewünschten Bildeffekt zu erreichen.
Für mich eignen sich organische, fleißende Strukturen mit bunten Farben besonders gut. Die Farbigkeit sollte natürlich geordnet sein. Also mussten für die Fotos wieder mal Krokusblüten herhalten.

Die Bilder enstanden mit einer Olympus OM-D E-M10. Als Objektiv habe ich das sehr lichtstarke (f/1.4) Panasonic Leica Summilux 25mm genutzt. Um auf einen großen Abbildungsmaßstab zu kommen habe ich die Linse jeweils mit einem 16mm Zwischenring und einem 10mm Zwischenring kombiniert.
Zunächst hatte ich manuell fokussiert, habe aber später den Autofokus benutzt. Kein Stativ.
Die Kamera ist so eingestellt, dass sie erst auslöst, wenn das Motiv scharf im Sucher erscheint. Meisten lege ich einen Fokuspunkt fest und versuche mit gedrückten Auslöser den Bildteil den ich einigermaßen scharf haben möchte zu fokussieren. Wenn der Autofokus das Motiv als "scharf" erkennt löst die Kamera aus. Das klappt mit etwas Übung sehr gut.

Krokusblüte

Krokusblüte


Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte

Krokusblüte



Keine Kommentare:

Blog-Archiv