Mittwoch, 17. Juni 2015

Samyang F3.5/7.5mm MFT Fisheye

In den letzten Wochen habe ich meine Fotoausrüstung fast vollständig von FourThirds auf MikroFourThirds umgestellt. Darüber werde ich irgendwann noch mal ausführlicher berichten.
Heute soll es um ein(für mich) neues Objektiv gehen. Das Samyang-Fisheye. Das Teil gibt es auch noch unter dem Handeslnamen Walimex und Rokinon.
Das Samyang gibt es zur Zeit für etwas über 250€, gebraucht für etwa 200€.
Es handelt sich um ein manuell zu bedienendes Objektiv.

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Das Fisheye passt optisch gut zu meiner OM-D M10. Das Gehäuse ist hauptsächlich schwarz mit einem roten Ring. Die Sonnenblende ist fest mit dem Tubus verbunden, ein Gewinde für Filter gibt es nicht. Der Blendenring ist relativ schmal, aber gut bedienbar. Er rastet in 12 Positionen ein, der Blendenbereich reicht von 3.5 - 22. Dann folgt der schmale, rote Ring und dann der Fokusring, der etwa 1cm breit ist. Der Ring bietet einen angenehmen, fast schon zu großen Widerstand und läuft sehr geschmeidig. Punktgenaues Fokussieren ist problemlos möglich. Die genauen technischen Daten des Objektives könnt ihr hier nachlesen.

MFT-Kamera mit Fisheye
Das Objektiv an meiner OM-D
Die Linse fühlt sich sehr wertig an. Natürlich bin ich heute gleich losgestiefelt um ein paar Bilder zu machen. Ich war doch sehr gespannt, wie es ist mit so einem Teil zu fotografieren. Ein Fisheyeobjektiv deckt einen sehr großen (180°) Bildwinkel ab. Im Gegensatz zu einem Superweitwinkel sind die Verzerrungen nicht auskorrigiert. Alle Linien, die nicht durch die Bildmitte (horizontal  vertikal) verlaufen sind gekrümmt. Je weiter von der Bildmitte entfernt, umso mehr. Die Schärfentiefe ist aufgrund der kurzen Brennweite schon bei kleinen Blendenzahlen sehr groß.

Der Horizont verläuft in der unteren Hälfte, deshalb die typische Verzerrung.


Auf dem Bild ist es genau anders herum.

Der Horizont verläuft fast in der Bildmitte. Auf den ersten Blick sieht das Bild "normal" aus
Das Samyang hat eine Naheinstellgrenze von 9cm ab Sensorebene. Man kann also sehr nah ran ans Motiv. Für die Nahfotografie tun sich ganz neue Perspektiven auf.

Die Umgebung wird mit einbezogen. Auch meine Finger.

Heckenrosen ganz aus der Nähe
Bei Nahaufnahmen kommt die gewölbte Frontlinse schnell mal in Kontakt mit dem Motiv. Also aufpassen!
Regen ist übrigens auch kritisch. Die Tropfen landen doch relativ schnell auf der Linse.
Die gezeigten Bilder sind übrigens alle JPGs aus der Kamera und sollen ein paar typische Eigenschaften zeigen.
Mit der Schärfe bin ich zufrieden. Kein Hochleistungsobjektiv, aber auf gutem Standardniveau. Fokussieren ist (fast) nicht nötig. Nur bei Nahaufnahmen sollte der Fokuspukt sorgfältig gesetzt werden. Wenn auf etwas 1m Entferung fokussiert wird und bei leichten Ablenden ist die Schärfe eigentlich von 0,5 bis unendlich alls scharf.
Chromatische Aberration sind vorhanden, aber nicht sehr störend, wie ich meine. Auch die Vignettierung hält sich in Grenzen.

Auch im Hochformat brauchbar.
Wenn ich bedenke, was ein Fisheye von Olympus oder Panasonic kostet bin ich mit dem Samyang sehr zufrieden, soweit ich das am ersten Tag Benutzung beurteilen kann. Das die Linse manuell zu bedienen ist stört mich nicht wirklich.

Außerdem bin ich angenehme überrascht, dass mit einem Fish auch Bilder möglich sind, denen man die Verwendung dieser speziellen Linse gar nicht ansieht. In der Fototasche nimmt es kaum Platz ein und erweitert die gestalterischen Möglickeiten. Aber trotzdem bestimmt keine Alltagslinse.

sehr "fisheyig"

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