Sonntag, 22. Juni 2014

Insektenportraits-Makrofotografie

Letztens hatte ich ja erst mal auf dem heimischen Balkon die Kombination Olympus OM-D EM10 + Zwischenringe + Rodenstock Rodagon 50/2.8 + Metz Blitz MS-15 getestet. Da ich die Zwischenringe früher mal für FourThirds gekauft habe ist noch ein Adapter FT auf MFT dabei. Bei den Zwischenringen handelt es sich um günstige Chinaware ohne elektrische Kontakte. Das Rodenstock Objektiv ist eigentlich für die Arbeit in der Dunkelkammer gedacht. Was man damit genau macht weiß ich nicht, aber man kann so ein Vergrößerungsobjektiv prima für Makrofotografie zweckentfremden. Das Objektiv wird mittels Adapter an den Zwischenringen befestigt. Meistens sind die auf ein 42er Gewinde ausgelegt. Es gibt allerdings Reduzierringe auf ein 39er Gewinde (das Rodenstock hat ein M39 Gewinde im Gegensatz zu den alten Objektive. Die haben meist M42).
Insgesamt habe ich ca 110mm an Zwischenringen eingebaut. Der Abbildungsmaßstab, den ich damit erreiche liegt bei ca 1,7:1.
Ich verwende einen FourThirds Sensor. Umgerechnet auf Kleinbild beträgt der AM sogar 3,4:1!
Ein Balgengerät wäre natürlich flexibler zu handhaben, als die starren Zwischenringe. Leider habe ich meins geschrottet. Bei Gelegenheit werde ich in der Bucht mal ein günstiges, altes erstehen.
Mit der beschriebenen Ausrüstung habe ich mich dann in die "Wildnis" begeben. Es war bewölkt, was vorteilhaft ist. Der Wind war aber schon störend.
Das Objektiv bietet als kleinste Blende übrigens 16. Dann macht sich die Beugung aber schon bemerkbar. Der Einstellung der Blende erfolgt am Objektiv. Der Fokus ist nicht einstellbar. Das Scharfstellen erfolgt einfach indem man den Abstand zum Motiv verändert. Die Schärfentiefe ist sehr gering. Sobald im Sucher das Motiv scharf erscheint löse ich aus. Meist versuche ich die Augen in der Schärfe zu haben. Mit ein bisschen Übung klappt das ganz gut. Fliegen und Spinnen eigenen sich übrigens gut als Model. Vielen Exemplaren kann man sich nähern und sie bleiben auch ruhig sitzen, wenn man schnelle Bewegungen vermeidet und keinen Schatten auf die Tierchen wirft. Von daher ist ein wolkiger Himmel von Vorteil.
Die gezeigten Bilder enstanden innerhalb von etwa einer Stunde.
Keines der Bilder habe ich beschnitten. Ich habe die JPGs in AfterShot Pro 2 noch etwas optimiert. Leider unterstützt ASP noch keine RAWs aus der OM-D EM10.












Kommentare:

synopse hat gesagt…

Insgesamt sehr interessante Fotos, die neugierig machen. Eine Frage noch: War ein Blitz im Spiel?

Michael Nübel hat gesagt…

Hallo, ja, es war ein Blitz im Spiel in diesem Beitrag
http://www.picofnat.blogspot.de/2014/06/190614.html kannst du ein Foto sehen.
Es handelt sich um einen Blitz der Firma Metz, den ich sehr empfehlen kann. Die Kamera muss allerdings "Remote-Blitzen" beherrschen.
Bleib weiter neugierig.
Gruß
Michael

Blog-Archiv