Dienstag, 18. Juni 2013

Beugungsunschärfe

Vor einigen Tagen hatte ich einen hübschen Schmetterling an der Hauswand entdeckt. Es war wohl ein Widderchen. Es war schon am dämmern und der Falter hatte sich anscheinend schon für die Nacht eingerichtet. Jedenfalls bewegte er sich nicht. Also holte ich flugs meine Kamera mit montierten ZUIKO 50/2 Makroobjektiv. Da das Tierchen nicht allzu hoch über dem Boden an der Wand saß konnte ich auch mein Berlebach Mini einsetzten. Dazu noch einen Fernauslöser.
Den Fokus konnte ich in aller Ruhe setzten und mehrere Fotos machen.
Der Artikel hat die Überschrift "Beugungsunschärfe". Darunter versteht man eine Minderung der Schärfe die entsteht je weiter man die Blende schließt. Die Schärfentiefe nimmt zwar zu je weiter man die Blende schließt, aber die Gesamtschärfe nimmt ab. Details lassen sich nicht mehr so gut erkennen. Das hat nichts mit der Qualität des Objektivs zu tun, sondern ist Physik und nicht zu ändern. Je kleiner der Sensor um so eher setzt der Beugungseffekt ein. Deshalb lassen sich bei Kameras mit keinem Sensor auch keine großen Blendenzahlen einstellen. Im WWW gibt es dazu detailierte Erklärungen.
Wenn ich maximale Qualität haben möchte was die Details angeht blende ich maximal bis f/11 oder 10 ab. Bei einem FourThirds-Sensor halte ich das für die Grenze. Wenn es mir auf maximale Schärfentiefe ankommt schließe ich die Blende auch weiter. Übrigens ist die Schärfentiefe auch unmittelbar abhängig von der Sensorgröße. Hier sind die kleinen Sensoren im Vorteil.

Zurück zum Anfang; dem hübschen Schmetterling. Ich konnte also Aufnahmen machen und der einzige Unterschied ist die Blendenzahl. Einmal f/9 und einmal f/14.
Es handelt sich um 100%-Crops.

Blende14

Blende 9
Es ist deutlich erkennbar, bei welchem Bild die Blende weiter geschlossen ist. Die Beugungsunschärfe ist auf den ersten Blick schon schwerer zu erkennen.

1 Kommentar:

Angelika Obermoser hat gesagt…

Danke , das ist sogar für einen Laien wie mich gut zu verstehen .Sehr anschaulich !

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