Donnerstag, 4. Februar 2016

Objektiv# Olympus 40-150mm 1:2.8 Pro

Nach langem Überlegen habe ich mir das Olympus m.Zuiko 40-150/2.8 zugelegt.
Ich konnte das Objektiv vor einiger Zeit kurz bei einem Fotokollegen testen. Seit dem ist das "Wollen-Haben"-Verlangen stetig gestiegen.
Das Telezoom habe ich "gebraucht" gekauft. nicht bei ebay, sondern im Handelbereich des "DSLR-Forums". In dem Forum kann man handeln, wenn man einige Zeit dort angemeldet hat. Die Preise sind fair und die Ware (bisher) immer wie beschrieben.

Nun aber zum Olympus 40-150/2.8. Ich will hier kurz meine ersten Eindrücke schildern. Heute konnte ich das gute Stück erstmals draußen ausprobieren. Es war bewölkt und hat geregnet. Das Teil ist aber abgedichtet, von daher konnte es ruhig nass werden. Meine Oly OM-D E-M 10 ist zwar nicht abgedichtet, aber ein paar Tropfen kann es durchaus vertragen. Ich hoffe nur, dass ich der Kamera nicht irgendwann zuviel Regen zumute...

Ausführliche Testberichte über das Objektiv sind im Netz zahlreich zu finden.
Einen der aus meiner Sicht besseren Tests findet ihr hier.

Die optische Qualität ist hervorragend. Verglichen mit dem 75-300 ist es sichtbar besser. Wobei das günstige Tele natürlich im Bereich 151-300 nicht zu schlagen ist (-;
Nach Sichtung der ersten Bilder würde ich das neue 40-150 mit dem alten 50-200 auf einer Stufe stellen.
Die durchgehende Lichtstärke ist natürlich ebenfalls ein sehr starkes Argument für das Objektiv. Mit dem 75-300/ 4.8-6.7 hätte ich heute erst gar nicht losziehen brauchen.
Haptisch ist das 40-150 top. Das Gehäuse fühlt sich kühl und wertig an. Beim zoomen ändert sich die Länge nicht! Das gefällt mir schon mal sehr gut. Gerade, wenn ich es als Makroobjektiv einsetzte (mit Zwischenringen), werde ich das zu schätzen wissen. Das Frontgewinde hat einen Durchmesser von 72mm. So wie das alte 12-60. Gut, dass ich aus der Zeit noch Filter habe. Ausserdem wird mein Sigma-Makroblitz gut passen. Das Objektiv hat überigens einen Abbildungsmaßstab von max. 0,21 fach. Umgerechent auf das Kleinbildformat immerhin 0,42 fach. Für Schmetterlinge, etc sollte das reichen.

An dem Objektiv ist eine zusätzliche Funktionstaste, die relativ frei belegbar ist. Das wird im Menü der Kamera eingestellt.
Das Wechseln von Autofokus auf manuell geht blitzschnell, man muss nur der Schärfering vor- bzw. zurück schieben. Das habe ich heute schon schätzen gelernt.
Ein Schmankerl ist auch die Streulichtblende. Sie kann einfach vor- und zurück geschoben werden. Man muss nur kurz an einem Ring ruckeln, dann löst sich der Festellmechanismus. In der Praxis ist das ein großer Vorteil, kann man doch bei herkömmlichen GeLis diese nur verkehrt herum auf das Objektiv stecken.

Eine Stativschelle ist ebenfalls dabei. Ist auch nötig. Das Objektiv wiegt immerhin 760Gramm ohne die Stativschelle. Bei den leichten MFT-Kameras kommt man da schnell ins Ungleichgewicht.
An der Schelle ist eine Standardbohrung für eine Schnellwechselpaltte.
Leider kann man die Schelle nur entfernen bzw. anbringen, wenn das Objektiv nicht an der Kamera montiert ist. Das finde ich schade. Beim Sigma 150/2.8 Makro kann man die das Oberteil der Schelle einfach hochklappen, die Kamera mit Objektiv entnehmen und die Schelle konnte auf dem Stativ verbleiben.

Der Autofokus ist im Zusammenspiel mit meiner "M-10" schnell. Sehr schnell, wenn man schon einigermaßen vorfokussiert hat.
Allerdings ist es mir heute auch passiert, dass der Fokus hilflos "pumpte" als er mal völlig daneben lag. Erfand dann keine einfach Kontrastkante.
Nutzer einer OM-D E-M 10 sollten übrigens die aktuelle Firmware aufgespielt haben, wenn die Kamera mit dem 40-150 Pro genutzt werden soll.
Der kontinuierliche  Autofokus funktioniert übrigens nur bei reduzierter Bildanzahl pro Sekunde!

Bisher war (und ist) mein Telezoom das Olympus 75-300/4.8-6.7.
Das hat natürlich eine viel längere Brennweite. Allerdings ist es sehr lichtschwach und am Ende ziemlich weich. Ich werde mir irgendwann noch für das 40-150 den Telekonverter anschaffen. Ich gehe davon aus, dass ich dann einfach die Bilder beschneide um ggf. den Unterschied in der Brennweite auszugleichen. Die erzielbare Bildqualität wird dann immer noch besser sein, als beim günstigen Telezoom. Behaupte ich jetzt einfach mal so.

Von allen Telezoom, die ich bisher vom Olympus (FT/mFT) hatte, stelle ich jetzt mal meine persönliche, sehr subjektive Bestenliste auf, was die Bildqualität angeht:

1. 40-150/2.8 mft und das 50-200/2.8-3.5 ft
2. 40-150/3.5-150 ft
3. 75-300/4.8-6.7mft
4. 14-150/4-5.6 mft
5. 70-300/4-5.6 mft

Jetzt noch ein paar Bilder vom Objektiv (keine sehr guten) und ein paar Bilder vom heutigen Tage.
Die Bilder der Vögel sind alles 100%-Ausschnitte (bitte auf die Bilder klicken) aus dem JPG, das aus der Kamera kam (OoC). Alle Bilder entstanden aus der freien Hand. Aber trotzdem kann man die Leistungsfähigkeit des Objektives erahnen und auch nebenbei des Bildstabilisators der Kamera. Alle Fotos bei Offenblende 2.8 und ISO 200

Olympus 40-150 Pro
Das Objektiv mit zurückgeschobener GeLi




Olympus 40-150 Pro
Die L-Fn Taste

Olympus 40-150 Pro
voll ausgefahen

Olympus 40-150 Pro
manueller Fokus

Olympus 40-150 Pro
Autofokus

Olympus 40-150 Pro und 75-300
links das 40-150, daneben das 75-300 bei 150mm








150mm und 1/250sek

130mm und 1/160sek

150mm und 1/250sek

150mm und 1/160sek

150mm und 1/160sek

150mm und 1/250sek



Keine Kommentare:

Blog-Archiv