Montag, 2. Februar 2015

Schlechtes Wetter, tolle Fotos

Ein Gastbeitrag von Isabella Kempe.

Es ist sicherlich nicht ein jeder ein großer Freund des Winters. Kälte, Niederschlag und Dunkelheit machen auch vielen Menschen zu schaffen. Andere wiederum erfreuen sich am Schnee und an den kalten Temperaturen. Der graue Winteralltag bietet aber für Fotografen viele interessante Motive, die sicherlich für ein Fotoposter taugen würden. Nebelschwaden, schneebedeckte Landschaften und vieles mehr bringen Abwechslung in das Jahresprogramm der Fotografen. Mit ein paar Tipps und Tricks kann man bei schlechtem Wetter tolle Bilder schießen und sich darauf Fotos entwickeln lassen. Früh aufstehen lohnt sich für den Fotografen. Denn oft herrscht früh am Morgen eine ganz spezielle Stimmung, wenn Nebelschwaden über der Landschaft hängen und die Sonne gerade aufgeht – falls sie denn zu sehen ist. Aufnahmen bei Gegenlicht können gerade im Herbst und Winter toll gelingen, weil zu dieser Zeit die Sonne nicht so stark ist und so Überbelichtung nicht so ein großes Problem ist. Die Verwendung eines Stativs ist auch sehr zu empfehlen. Je dunkler es ist, desto länger muss belichtet werden, um gute Ergebnisse zu erhalten. Deshalb ist es einfacher, wenn man die Kamera auf ein Stativ setzt und dann den Selbstauslöser einstellt. So läuft man nicht Gefahr, später verwackelte Fotos entwickeln zu lassen. Bei kalten Temperaturen sollte man wenn möglich auch einen vollgeladenen Akku verwenden und eventuell einen Reserve-Akku dabei haben, weil die Stromspeicher in der Kälte nicht so lange halten.

Wenn man bei relativ dichtem Nebel fotografiert kann es sein, dass man manuell fokussieren muss, weil der Autofokus in die Irre geführt wird. Das sollte aber kein Problem sein, ansonsten sollte man einfach vorher noch einmal die Bedienungsanleitung der Kamera studieren. Wenn auch noch Schnee liegt, wird die Sache noch etwas komplizierter. Der automatische Weißabgleich der Kameras kann durch den Schnee an seine Grenzen gebracht werden. Man merkt das, wenn die Fotos einen leichten Grauschleier haben, obwohl der Schnee eigentlich ganz weiß dargestellt werden sollte. Der Weißabgleich der Kameras ist aber auf so viel weiß nicht kalibriert, deshalb muss man hier etwas nachhelfen. Viele Modelle haben einen eigenen Modus für Aufnahmen bei Schnee. Dieser kann dem Fotografen das manuelle Einstellen des Weißabgleichs abnehmen. Man kann aber auch mit der Belichtungskorrektur etwas nachhelfen, in dem man stufenweise nach oben geht. Mit dem Histogramm sollte man dann kontrollieren, ob das Ergebnis halbwegs passt und zum Fotoposter taugt. Zuviel des Guten kann aber auch schaden, da man die Fotos schnell überbelichten kann. Deshalb sollte man die Fotos immer gleich auf der Kamera kontrollieren, damit man im Falle des Falles Korrekturen vornehmen kann.

Aufpassen sollte man in der kalten Jahreszeit auf seine Foto-Ausrüstung. Wenn man etwa von draußen wieder in die gute warme Stube kommt, sollte man die Kamera noch eine Weile in der Fototasche lassen, bis sie sich an die Temperatur angepasst hat. Ansonsten kann sich Kondenswasser bilden, das für einige elektronische Komponenten nicht gerade förderlich ist. Die Kamera sollte man natürlich auch immer vor dem Eindringen von Nässe schützen, etwa bei Schneefall oder Regen. Dabei kann eine ganz einfache Plastiktüte schon großen Nutzen haben. Es gibt aber für die verschiedenen Modelle eigene Schutzhüllen, die aber deutlich mehr kosten als die Tüte.

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